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Bio-Siegel

Bio, so weit das Auge reicht. Ob Supermarkt, Discounter oder Naturkostfachgeschäft, Direktvermarkter oder Hofläden – ökologische Erzeugnisse liegen hierzulande im Trend. Wer sich genauer mit Anbauweise, Verarbeitung, Kontrolle und Vertrieb von Bio-Lebensmitteln beschäftigt, sieht sich schnell einer Flut von Informationen gegenüber.

Ist aber überall Bio drin, wo Bio drauf steht?
Das Bio-Siegel und die Warenzeichen der Anbauverbände garantieren Bio-Qualität.

Stuttgart Aktiv - Bio Siegel - Ökologischer Landbau

Öko-Kontrollstellen garantieren qualitativ hochwertige Produkte
Damit die Verbraucher sicher sein können, dass wirklich „Bio“ drin ist, wo „Bio“ drauf steht, werden Bio-Produkte an sämtlichen Stationen der Prozesskette streng kontrolliert von der Erzeugung über die Verarbeitung bis hin zum Handel. Die beteiligten Betriebe müssen sich von staatlich zugelassenen Öko-Kontrollstellen nach EG-Öko-Verordnung zertifizieren lassen und unterliegen regelmäßigen, strengen Nachweispflichten. Der Einsatz von Futtermitteln, Zusatzstoffen und Ergänzungsmitteln muss genau dokumentiert und protokolliert werden. Ziel ist es, jeden Schritt im Produktionsprozess festzuhalten und eine hohe Transparenz zu gewährleisten. Verstöße gegen die Richtlinien werden mit Geld- und Freiheitsstrafen belegt.

Woran Bio-Produkte zu erkennen sind

Neben den Betrieben werden auch die Bio-Produkte selbst regelmäßig überprüft und mit einer Kontrollnummer der jeweiligen Öko-Kontrollstelle versehen. Für den Verbraucher sind Produkte in Bio-Qualität am sechseckigen Bio-Siegel zu erkennen. Es garantiert, dass die damit ausgezeichneten Produkte den Vorschriften der EG-Öko-Verordnung entsprechen. Das staatliche Kennzeichen wurde im September 2001 vom Bundesverbraucherministerium eingeführt.

Die deutschen Bio-Anbauverbände wie zum Beispiel Demeter, Bioland oder Naturland kennzeichnen ihre Produkte zusätzlich mit eigenen Warenzeichen. Die Richtlinien der Anbauverbände sind teilweise sogar noch strenger als die EU-Vorschriften. Ob Bio-Siegel oder Warenzeichen der Anbauverbände – an den Symbolen auf den Produktverpackungen erkennt der Verbraucher auf einen Blick, dass es sich um kontrollierte Erzeugnisse aus ökologischem Anbau handelt.

Strenge Kontrollen garantieren Echtheit von Bio-Produkten
Lebensmittel aus ökologischem Anbau sind durch gesetzliche Regelungen geschützt. In der „Verordnung (EWG) Nr. 2092/91 des Rates vom 24. Juni 1991 über den ökologischen Landbau und die entsprechende Kennzeichnung der landwirtschaftlichen Erzeugnisse und Lebensmittel“ (EG-Öko-Verordnung) wird definiert, wie die Produkte, die als Bio-Waren gekennzeichnet sind, erzeugt und hergestellt werden müssen. Die EG-Öko-Verordnung knüpft an die Basisrichtlinien der Internationalen Vereinigung der ökologischen Landbaubewegung (IFOAM) an. Der IFOAM sind etwa 40 Verbände aus über 100 Nationen angeschlossen, darunter alle deutschen Bio-Anbauverbände.
Die EG-Öko-Verordnung schreibt Erzeugern, Verarbeitern und Händlern genau vor, welche Stoffe sie verwenden dürfen und wie die Bio-Ware zu lagern ist. Ein Produkt darf nur dann den Zusatz „Bio“ oder „Öko“ im Namen tragen, wenn mindestens 95 Prozent der Grundzutaten aus ökologischem Anbau stammen und den Richtlinien der EG-Öko-Verordnung entsprechen. Diese Vorschrift gilt in allen Ländern der Europäischen Union.
Was erlaubt ist und was nicht !
Generell wird bei der Herstellung und Verarbeitung von Bio-Lebensmitteln auf den Zusatz von synthetischen Farbstoffen, Geschmacksverstärkern, Konservierungsmitteln, künstlichen und naturidentischen Aromen sowie Süßstoffen und Stabilisatoren verzichtet. Auch der Einsatz von gentechnisch veränderten Organismen oder ihren Derivaten ist strikt untersagt. Nur wenn ein Produkt ohne Hilfsstoffe nicht herzustellen oder haltbar zu machen ist, dürfen in wenigen festgelegten Ausnahmefällen Zusatzstoffe aus konventioneller Herstellung verwendet werden. Hier erlaubt die EG-Öko-Verordnung aber nur ein Zehntel der im konventionellen Landbau eingesetzten Mittel. Ebenso strenge Richtlinien gelten bei landwirtschaftlichen Produkten aus Staaten außerhalb der EU. Sie dürfen nur dann in der EU als Bio-Waren gehandelt werden, wenn im Herkunftsland gleichwertige Regelungen gelten.

Ab 2009 gilt ein neues EU-Siegel für Bio

Damit soll es ab 2009 vorbei sein. Das deutsche Bio-Siegel wird dann von einem neuen staatlichen EU-Logo abgelöst, das ganz anders als das bisherige Sechseck aussieht. Diese Neuerung geht mit einer Neufassung der EU-Öko-Verordnung einher, die im Dezember 2006 beschlossen wurde. Die Neufassung wird von den Anbauverbänden heftig kritisiert, weil sie bisherige Öko-Standards zugunsten des internationalen Handels verwässert und staatliche Kontrollen weniger streng fasst. Die Neufassung sei ein Rückschritt und biete weniger Verbrauchersicherheit, sagen Sprecher der Anbauverbände.

Einige Hinweise und Lese-Tips findet man hier:

Über die politische Entwicklung informieren die deutschen Bio-Verbände auf ihren Homepages. Eine gute Infoquelle ist auch die Plattform des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft, www.boelw.de.

Bio-Basiswissen, aktuelle Nachrichten, viele Daten und gute Linkt man bei der Stiftung Ökologie und Landbau – www.soel.de.

Das Fachinformationssystem ökologischer Landbau bietet unter http://nrw.oekolandbau.de eine gute Einführung mit viel Hintergrund.

Beim Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) findet man Gesetze und die Kontrollstellen sowie Themen rund um den Verbraucherschutz: http://www.bmelv.de.

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