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Biokost/Naturkost

Neue Käuferschicht bringt Imagewandel der Bio-Branche
Genuss, Qualität und persönliches Wohlbefinden sind wesentliche Gründe, warum Verbraucher heute zu Bio-Produkten greifen. Vorbei sind die Zeiten der frühen Öko-Bewegung, als allein aus ideologischen Motiven Erzeugnisse des ökologischen Landbaus gekauft wurden. In den vergangenen 30 Jahren hat die Bio-Branche einen Imagewandel vollzogen. Aus dem Nischenmarkt der Anfangsjahre ist eine professionell wirtschaftende Branche geworden. Längst haben Bio-Produkte ihren Weg in alle gesellschaftlichen Schichten gefunden. Bio ist ein Trend, der sich langsam entwickelt hat und heute nicht mehr wegzudenken ist.
Bio-Bewegung startet in den 70er Jahren
Zu Beginn der 1970er Jahre, als Umweltschutz und artgerechte Tierhaltung noch keine Themen in der Öffentlichkeit waren, galt der ökologische Anbau als Spielwiese einzelner Natur-Freaks. Die überzeugten Bio-Fans scheuten keine kilometerlangen Anfahrtswege, nur um Lebensmittel zu kaufen, die fernab von industrieller Massenfertigung erzeugt wurden. Allmählich entstanden die ersten Bio-Läden und immer mehr Bio-Bauern schlossen sich in Verbänden zusammen.
Auch außerhalb der Bundesrepublik begann der Vormarsch der Bio-Bewegung. 1972 wurde die International Federation of Organic Agriculture Movements (IFOAM) gegründet. Unter ihrem Dach haben sich weltweit Organisationen der ökologischen Landwirtschaft zusammengeschlossen. 16 Jahre später formierten sich die seinerzeit acht deutschen Bio-Anbauverbände zur Arbeitsgemeinschaft Ökologischer Landbau (AGÖL). Als ihr Nachfolger wurde 2002 der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) gegründet.
Von der Müsli-Messe zur Weltleitmesse
Anfang der 80er Jahre kam die Bio-Szene in Fahrt: Die Zahl der Bio-Läden in Deutschland stieg auf mehr als Tausend. Erste Großhändler spezialisierten sich auf Produkte des Öko-Landbaus und 1987 eröffnete der erste Bio-Supermarkt in Mannheim. Vier Jahre zuvor feierte die noch junge Naturkostbranche ihre erste Fachmesse. Damals noch unter dem Namen Müsli 83 / Frankfurter Körner Kongress (FKK). 2.000 Öko-Fans bestaunten die Produkte von rund 50 Ausstellern. Heute hat sich nicht nur der Name der Messe geändert, auch die Besucherzahlen sind deutlich gestiegen: Zur Weltleitmesse der Bio-Branche, der BioFach, kamen 2005 rund 33.000 Fachbesucher. Mehr als 2.000 Aussteller aus über 104 Nationen stellten ihre Erzeugnisse vor.
Raus aus dem Nischendasein
Bio hat seinen Weg aus dem Nischendasein gefunden. Bio-Super- märkte erobern den Lebensmitteleinzelhandel. Beinah jede Supermarktkette hat Bio-Produkte in ihrem Sortiment. Viele der großen Einzelhandelsketten haben eigene Bio-Handelsmarken geschaffen, unter denen sie exklusiv Bio-Produkte vertreiben. Selbst die Discounter können sich dem Trend nicht mehr verschließen: Von Babynahrung über Kosmetikprodukte bis hin zu Wein und Bier aus ökologischem Anbau heute gibt es kaum ein Produkt des täglichen Bedarfs, das nicht in Bio-Qualität erhältlich ist.
Bio goes Mainstream
Sogar in den Hochburgen des Fast-Foodkonsums sind Bio-Produkte längst keine Ausnahmen mehr: 1999 hatten die Besucher des Münchner Oktoberfestes erstmals die Gelegenheit, das traditionelle „Wiesn-Hendel“ in Bio-Qualität zu genießen. Seit Juni 2003 bietet eine große amerikanische Fastfood-Kette zu ihrem „Happy-Meal“ Bio-Milch an. War Bio vor dreißig Jahren noch eine Subkultur, so entwickelt es sich allmählich zum Mainstream-Produkt. Dazu trägt nicht zuletzt auch das neue Bild der Bio-Kunden bei. Bio gehört zum Lebensstil einer unabhängigen, selbstbewussten Generation, die sich und ihrem Körper etwas Gutes tun will.
LOHAS erobern die Bio-Szene
Der Bio-Lifestyletrend ist Zeichen eines neuen Qualitätsbewusstseins unter den Verbrauchern, der auf den Eckpfeilern Qualität, Genuss und Gesundheit beruht. „Gesund und genussvoll leben“ heißt das Motto der Bio-Kunden von morgen und ihr Name lautet LOHAS (Lifestyle of Health and Sustainability). In den Vereinigten Staaten sind die neuen Bio-Käufer längst keine Unbekannten mehr. Bereits ein Drittel der erwachsenen US-Bevölkerung hat sich dem selbstbewussten Lebensstil angeschlossen. LOHAS verstehen sich als Trendsetter und Connaisseure. Stars wie Madonna oder Leonardo DiCaprio sind bekennende LOHAS und lieben die Kombination aus genussvollem und gesundem Leben. Ein verantwortungsvolles und nachhaltiges Bewusstsein gegenüber Umwelt und Natur gehört ebenso zum Lebensstil der LOHAS dazu wie das persönliche Wohlbefinden.
Börse erkennt Bio-Boom
Auf Grund des neuen Images prognostizieren Experten dem Bio-Markt eine rosige Zukunft. Selbst an der Börse ist der neue Bio-Trend nicht unbemerkt geblieben. Der Markt für nachhaltige Kapitalanlagen boomt. Immer mehr Anleger wollen ihr Geld in Nachhaltigkeitsfonds anlegen. Bio ist eine Investition für die Zukunft und ein Marktplatz für Qualität, Genuss und Wohlbefinden.

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