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Auf www.fachkraeftemonitor-bw.de stehen die Jobs mit Zukunft

Juni 19, 2011 · redaktion · Kein Kommentar

Als Meister der Lagerwirtschaft, CAD-Fachkraft, Diplomingenieur der Elektrotechnik oder Fachkrankenschwester beispielsweise braucht man sich um seine berufliche Zukunft im Südwesten nicht zu sorgen. Als Küchenhilfe, Regalauffüller, Helfer im Fotolabor oder Industrieelektriker ohne weitere Qualifikation könnte man künftig zu den Verlierern zählen. Welche Perspektiven unterschiedliche Berufe in den nächsten Jahren haben, zeigt der IHK-Fachkräftemonitor anhand von Angebot und Nachfrage von Fachkräften bis zum Jahr 2025.

Auf www.fachkraeftemonitor-bw.de können 12 akademische und 37 nichtakademische Berufsgruppen, unterteilt in geringe, mittlere und hohe Qualifikationen, abgerufen werden. Jugendliche können dort erfahren, welche Berufsausbildung besonders zukunftsträchtig und wo ein Mangel an Fachkräften zu erwarten ist. Unternehmen erhalten wertvolle Informationen für die längerfristige Personalplanung.

Demnach wird der Fachkräftemangel schon 2014 einen ersten Höhepunkt erreichen, wenn mit einer Lücke von insgesamt 306.000 Fachkräften in Baden-Württemberg zu rechnen ist. Besonders viele nichtakademische Fachkräfte mit hoher Qualifikation, wie gut qualifizierte Facharbeiter, Meister und Fachwirte werden von den baden-württembergischen Unternehmen stark nachgefragt werden. Laut Fachkräftemonitor wird der Mangel bei akademischen und nichtakademischen Fachkräften im Verhältnis von etwa 1 zu 9 stehen.

Laut Industrie- und Handelskammer (IHK) Region Stuttgart ist es erforderlich, das gesamte gesellschaftliche Potenzial zu nutzen, um dem Fachkräftemangel wirksam zu begegnen. „Wir müssen dafür sorgen, dass Bildung und lebenslanges Lernen viel stärker als bisher bei jedem Einzelnen ins Bewusstsein gerückt werden“, erklärt IHK-Präsident Dr. Herbert Müller. Der Fachkräftemonitor zeige deutlich, dass es Menschen mit geringer oder gar keiner Qualifikation künftig schwer haben werden, ihre Beschäftigung zu sichern.

Zudem werde es nötig sein, ältere Arbeitnehmer in viel höherem Maße in das Erwerbsleben einzubinden als bisher. Ohne eine Erhöhung der Lebensarbeitszeit werde dem Fachkräftemangel nicht beizukommen sein.

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf müsse weiter verbessert werden, damit Eltern, vor allem die gut ausgebildeten Mütter, für den Arbeitsmarkt gewonnen werden können. Von der Landespolitik erwartet der IHK-Präsident mehr arbeits- und wohnortnahe Ganztages-Betreuungseinrichtungen für Kinder aller Altersstufen.

Der IHK-Fachkräftemonitor liefert für 49 Berufe und Berufsgruppen aus 14 Branchen Trendaussagen über den Fachkräftebedarf der nächsten 14 Jahre. Basis dieser Informationen ist das von den baden-württembergischen Industrie- und Handelskammern (IHK) 2008 bei der WifOR GmbH, einer Ausgründung des Lehrstuhls von Prof. Bert Rürup an der Uni Darmstadt, in Auftrag gegebene Prognosemodell.

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