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Sozialdatenatlas Kinder und Jugendliche erschienen

Juni 10, 2011 · redaktion · Kein Kommentar

Mit dem Sozialdatenatlas Kinder und Jugendliche in Stuttgart veröffentlicht die Sozialverwaltung den sechsten Bericht dieser Art. Der Atlas mit Daten aus dem Jahr 2009 liefert in anschaulicher Weise Informationen über die soziale Situation der Familien und Kinder in Stuttgart und zeigt insbesondere die räumlichen Unterschiede innerhalb Stuttgarts auf.

Die Zahl der Kleinkinder (bis unter sechs Jahren) entwickelt sich in Stuttgart seit 2007 positiv. Die Zahl liegt 2009 um 271 höher als im Vorjahr. Bei den Kindern im Alter zwischen sechs und zwölf Jahren ist die Zahl jedoch weiter rückläufig. Im Vergleich zu 2008 ist die Anzahl der Kinder insgesamt um 447 zurückgegangen. Bei den Jugendlichen ist die rückläufige Tendenz, die seit 2004 zu beobachten ist, augenscheinlich gestoppt und die Anzahl im Vergleich zum Vorjahr nahezu konstant geblieben (plus 15 Jugendliche).

Nachdem im Vorjahr die Zahl der sogenannten Bedarfsgemeinschaften mit Kindern, die Arbeitslosengeld II erhalten, rückläufig war, zeigt sich 2009 wieder ein deutlicher Anstieg um 280 Haushalte. Eine ähnliche Trendwende ist bei der Zahl der Arbeitslosen und bei den Arbeitslosen unter 25 Jahren zu konstatieren. Die Zahl der Arbeitslosen liegt im Dezember 2009 in der Gesamtstadt bei 18 907 Personen. Nachdem in den drei Jahren zuvor die Arbeitslosenzahlen noch rückläufig waren, werden 2009 die Auswirkungen der Wirtschaftskrise deutlich sichtbar. Im Vergleich zum Dezember 2008 hat sich die Arbeitslosenzahl Ende 2009 um 3 353 erhöht, die Arbeitslosenquote auf 6,5 Prozent.

Nach einem deutlichen Rückgang zwischen 2006 und 2007 ist bei der Zahl der Arbeitslosen unter 25 Jahren im Dezember 2009 im Vergleich zum Vorjahr wieder eine Erhöhung um 112 Personen festzustellen. Insgesamt betrug die Zahl der jungen Arbeitslosen in Stuttgart Ende 2009 rund 1286 Personen.

Ein Vergleich der Arbeitslosenquote mit den Vorjahren ist nicht möglich, da sich bei der Berechnung die Bezugsgröße geändert hat. Im Sozialdatenatlas kann lediglich eine „geschätzte Betroffenheitsquote Arbeitslosigkeit “ (und nicht die offizielle Arbeitslosenquote) dargestellt werden, da die notwendigen Zahlen aller zivilen Erwerbspersonen nicht kleinräumig auf der Planungsraumebene zur Verfügung stehen.

Die in den Jahren 2002, 2005 und 2007 gebildeten sieben Gebietstypen haben sich vom Grundsatz her auch bei der Analyse der Zahlen aus dem Jahr 2009 gezeigt. Die Unterteilung des Gebietstyps 3 in zwei Untertypen hat sich bestätigt und bezieht sich auf folgende Unterscheidungsmerkmale: Migrationshintergrund, Wohnfläche pro Einwohner sowie Armuts- und Interventionswerte.

Im Vergleich zum Sozialdatenatlas 2007 sind bei drei Planungsräumen Veränderungen bei der Zuordnung zu den Gebietstypen aufgetreten.

Die beiden Planungsräume Steinhaldenfeld und Espan haben vom Gebietstyp 3a) zum Gebietstyp 4 gewechselt. Das Hauptmerkmal für die Zuordnung zu Gebietstyp 3, die hohen Werte bei den Bevölkerungsgruppen unter zwölf Jahren sowie die hohen Anteile bei den Haushalten mit Kindern lassen sich in beiden Planungsräumen nicht mehr ablesen. Die Armuts- und Interventionswerte und auch die Zahlen zur Wohnfläche sind in beiden Planungsräumen durchschnittlich, so dass eine Zuordnung zu Gebietstyp 4 erfolgte.

Genau andersherum verhält es sich bei dem Planungsraum Steckfeld. Die im Sozialdatenatlas 2007 überwiegend durchschnittlichen Werte haben sich bei den Haushalten mit Kindern und den Anteilen der Bevölkerung unter zwölf Jahren deutlich verändert. Der Planungsraum hat auch absolut betrachtet einen Zuwachs an jungen Menschen unter zwölf Jahren, so dass eine Zuordnung zu Gebietstyp 3a) vorgenommen wurde.

In den Planungsräumen der Gebietstypen 1, 2, 5, 6 und 7 gab es keine so gravierende Änderung der Daten, dass eine Zuordnung in einen anderen Gebietstyp gerechtfertigt gewesen wäre.

Die Daten zeigen deutlich, dass es weiterhin gilt, die soziale Infrastruktur für Familien und Kinder in Stuttgart quantitativ und qualitativ weiter auszubauen. Dies betrifft Angebote für alle Familien und Kinder, zum Beispiel den weiteren Ausbau der Kindertagesbetreuung. Insbesondere gilt dies aber auch für Angebote zur Förderung und Unterstützung von benachteiligten Kindern und Jugendlichen, um die Chancengleichheit zu erhöhen, wie die frühe Förderung von Familien sowie weitere Maßnahmen der Bildungsförderung.

Der Bürgermeisterin für Soziales, Jugend und Gesundheit, Isabel Fezer, war es wichtig, bereits nach zwei Jahren einen neuen Sozialdatenatlas vorzulegen. „Nur mit aktuellen Zahlen können die Stadtverwaltung wie auch die Träger der Kinder- und Jugendhilfe, die Angebote zielgruppenspezifisch und sozialräumlich planen und steuern“, so Bürgermeisterin Fezer.

Bestellt werden kann der 170-seitige Sozialdatenatlas Kinder und Jugendliche für einen Kostenbeitrag von 10 Euro beim Jugendamt, E-Mail jugendhilfeplanung@stuttgart.de. Die Publikation steht außerdem im Internet unter www.stuttgart.de unter dem Stichwort „Sozialdatenatlas Kinder und Jugendliche“ zum Herunterladen bereit.

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