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Joachim Gauck ist der Kandidat aus der Mitte der Gesellschaft – und nicht Parteisoldat

Juni 8, 2010 · stuttgarter · Kein Kommentar

Zur Nominierung der Kandidaten für das Amt des Bundespräsidenten erklärte der ehemalige SPD-Partei- und Fraktionsvorsitzende Hans-Jochen Vogel:

„Unser Land befindet sich gegenwärtig aus mehreren Gründen in einer besonders schwierigen Situation, deren Bewältigung gemeinsame Anstrengungen aller politischen und gesellschaftlichen Kräfte erfordert. Es hätte daher nahe gelegen, für das Amt des Bundespräsidenten in möglichst breitem Einvernehmen eine Persönlichkeit zu nominieren, die nicht nur einer bestimmten Partei zugeordnet werden kann und deshalb jenseits parteipolitischer Überlegungen allgemeine Anerkennung und Zustimmung findet.

Leider haben sich die Union und die FDP entgegen ursprünglichen Absichtserklärungen dazu nicht bereitgefunden. Daraufhin haben meine Partei und die Partei Bündnis 90/Die Grünen in der Person von Joachim Gauck einen Kandidaten benannt, der diese Voraussetzungen uneingeschränkt erfüllt und auch sonst für das Amt des Bundespräsidenten hervorragend qualifiziert ist. Besonders bedeutsam erscheint dabei, dass er schon in der DDR seine Selbstständigkeit bewahrt und sich für die Bürgerrechte eingesetzt hat. Auch nach der Vereinigung hat er sich als Leiter der nach ihm benannten Behörde und in den letzten Jahren als Vorsitzender der Vereinigung „Gegen Vergessen – für Demokratie“ unermüdlich für das Gemeinwohl engagiert. Diese Leistungen sind übrigens anlässlich seines 70. Geburtstags und der Präsentation seiner Lebenserinnerungen auch von der Bundeskanzlerin in einer sehr persönlichen Gratulationsrede ausdrücklich gewürdigt worden.

Die Bundesversammlung verfügt deshalb dank des gemeinsamen Vorschlags von SPD und Bündnis 90/Die Grünen in seiner Person über eine Alternative, die alle Wahlmänner und Wahlfrauen ohne Rücksicht auf ihre Parteizugehörigkeit ernsthaft erwägen sollten. Immerhin könnten sie durch die Wahl von Joachim Gauck ein Zeichen dafür geben, dass in bestimmten Situationen die Parteiinteressen hinter dem Gemeinwohl zurückzustehen haben.“

Am Montag stellte sich der rot-grüne Präsidentschaftskandidat in Berlin dem SPD-Präsidium und dem Grünen-Parteirat vor – und es war ein Empfang, der von einem ungewöhnlich freundlichen Medienecho begleitet wurde. „Gauck, der bessere Präsident“ hatte der „Spiegel“ getitelt, als „Kandidat Mut“ ihn „Bild am Sonntag“ gerühmt, auch die Sonntagsblätter von „Welt“ und „FAZ“ hatten wohlwollend über den evangelischen Theologen und früheren DDR-Bürgerrechtler geschrieben. Mit dem Hauch von Freiheit beschreibt die StZ den Anwärter.

Auch die Kanzlerin ist vom Kandidaten Guack mehr als überzeugt. Dies hatte Sie in einer Laudatio zu seinem siebzigsten Geburtstag mehr als deutlich gemacht. Merkel über Gauck: „Denn Sie legen den Finger in die Wunde, wenn Sie eine Wunde sehen, aber Sie können auch Optimist sein und sagen: Es geht voran. Beides brauchen wir.“  [ Die Rede findet man  hier……  ] Warum sollte die Bundesversammlung dann einen alten Parteisoldaten der CDU wählen ?

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