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Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners – Stuttgart

März 29, 2010 · redaktion · Kein Kommentar

Seit einigen Jahren hat sich ein unscheinbarer Schmetterling – der Eichenprozessionsspinner – auch in unseren Breitengraden vermehrt. Er befällt vornehmlich Eichen.
In seinem Entwicklungsstadium als Raupe frisst er im späten Frühjahr die frisch ausgetriebenen Eichenblätter und bildet während seiner Entwicklung Brennhaare aus, die bei Kontakt mit der Haut allergische Reaktionen auslösen können. So schädigt der Eichenprozessionsspinner nicht nur die Bäume, die an Vitalität verlieren, sondern auch den Menschen.

Im letzten Jahr hat das Garten-, Friedhofs- und Forstamt gute Erfolge mit dem Bespritzen der Bäume mit dem Bazillus thuringiensis beziehungsweise Neemöl erzielt, einer für Mensch und Tier ungefährlichen biologischen Bekämpfungsmethode, die ausschließlich für die Raupen schädlich ist. Diese Maßnahmen müssen jedoch über einen längeren Zeitraum jährlich wiederholt werden, damit sich keine neue Population der Insekten aufbauen kann.

Behandelt werden auch dieses Jahr wieder etwa 1000 Eichen in von Menschen häufig genutzten Bereichen, zum Beispiel in Außenbereichen von Schulen und Kindergärten, auf Spielplätzen, in Grün- und Sportanlagen und in den Außenbereichen von Schwimmbädern.

Zum Zeitpunkt des Blattaustriebes, etwa Ende April beziehungsweise Anfang Mai, werden die Kronen der Bäume vom Boden oder vom Hubsteiger aus komplett eingesprüht, damit die Raupen das Präparat beim Fressen aufnehmen.

Die vom Garten-, Friedhofs- und Forstamt beauftragten Fachfirmen verfügen über die nötige Ausrüstung und jahrelange Erfahrung, um einen wirksamen Spritzeinsatz vorzunehmen. Die Erfolgsquote liegt erfahrungsgemäß bei 75 bis 95 Prozent.

Auch wenn aus Kostengründen nicht alle Eichen flächendeckend behandelt werden können, erhofft man sich durch diese Vorgehensweise langfristig einen deutlichen Rückgang des Eichenprozessionsspinners.

Dennoch auftretende Nester werden bei Bedarf weiterhin durch Absaugen mit einem Spezialgerät beseitigt. In den städtischen Wald- und Forstgebieten werden grundsätzlich keine Bäume gespritzt.

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