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Willkommen im Katzenbacher Hof – Stuttgart Biergarten – Willkommen in Esslingen

August 27, 2009 · redaktion · Kein Kommentar

Wo soll ich hier sein ? In Esslingen ? Ja so reagieren viele Stuttgarter – verblüfft.
Am vergangenen Wochenende waren wir auch wieder mal kurz droben, em „Kaba“. Erstaunt über den Esslinger Adler und ein grosses Esslinger Bild in der Gaststube, machten wir uns auf die Spurensuche.

Katzenbacher Hof | Stuttgart Biergarten | Stuttgart Restaurant
Ein kurzes Gespräch mit der Seniorchefin erhellte zwar nicht sehr viel – spornte aber unseren Ehrgeiz an, mehr über den Katzenbacher Hof zu erfahren. Dies war im Esslinger Stadtarchiv problemlos möglich, denn nicht nur das ehemalige Forsthaus, sonder ein grosses Waldstück gehört bis heute den Esslingern.

Stuttgarter Biergarten - Katzenbacher Hof

Stuttgarter Biergarten - Katzenbacher Hof

260 Hektar groß ist der Besitz der Stadt Esslingen bei Stuttgart. Ein Erholungs- und Wirtschaftswald zugleich.

Der Pächter und Wirt der Ausflugsgaststätte Katzenbacher Hof ist zugleich- im Auftrag der Stadt – Forstfachmann vor Ort: Johann Unterkofler, vor einigen Jahren gestorben, gebürtiger Salzburger, kam nach forstwirtschaftlicher Ausbildung ins Schwabenland. Seit 1968 ist die Österreichische Famile schon auf dem Katzenbacher Hof „zuhause“. Die Kinder führen jetzt den Betrieb.

Der Katzenbacher Hof im ehemaligen Forsthaus, lockt mit deftigem Vesper Familien und Studenten, Jogger und Radler zur gemütlichen Einkehr. Vor allem bei schönem Wetter macht man gerne Rast im Biergarten.

Es geht also schmackhaft, schwäbisch und gemütlich zu, auf dem Katzenbacher Hof.

An eine Zusammenkunft und Waldbegehung im Jahre 1910 erinnert ein Wandgemälde in der rustikalen Gaststube des ehemaligen Forsthauses.

Eine schöne Biergarten Atmospähre. Wem es in der Sonne zu heiß wird, der geht eben im angrenzenden kühlen Wald spazieren.

Wie aber kommt der Katzenbacher Hof in den Besitz der Stadt Esslingen.

Dies geschah bereits 1297. Es war die Zeit in der ganze Herrschaften und Dörfer von Hand zu Hand gingen, bis sie einen reichen Besitzer fanden, der das Erworbene auch halten und pflegen konnte.
Und ein solcher Besitzer war der Esslinger Spital.
Wie ein vorsichtiger Mann legte dieser sein Geld lieber in Sachwerten an, als es in seiner Truhe zu halten. So kaufte er sich von den in Nöten befindlichen Pfalzgrafen zu Tübingen 1295 ganz Möhringen und zwei Jahre darauf (1297) auch Vaihingen.

Als sich zur gleichen Zeit der Pfalzgräfliche Konrad von Bernhausen zu Abgaben geneigt zeigte, so wurde von ihm auch der an Vaihingen stoßende Katzenbacher Wald miterworben (1297).

Quelle: Fischer – Unsere Heimat, 1949

Auf diese Weise wurde die Westfildergegend spitalisch und erst in neuerer Zeit wurde durch Teilung des Spitalerbes Wald und Hof städtisch.

An den ursprünglichen Besitzer aber, den Pfalzgrafen von Tübingen, erinnern bis heute die vielen Grenzsteine, die auf der einen Seite die dreiteilige Kirchenfahne des Tübinger Wappens, auf der anderen die dreizackigen württemberger Hirschstangen zeigen.

Recht heimelig und warm ums Herz wird es einem aus seiner alten Reichsstadt heraufgekommenen Besucher, wenn er in das im unteren Stock gelegene Esslinger Stübchen treten darf und hier ein Viertele Neckarhalder kredenz bekommt. Von allen Wänden schauen Esslinger Bilder. Gemeinderäte und Stadtvorstände, Grenzumgang und Forstkommissionen, fröhliche Jagdgesellschaftenund erste Rechnungsmänner, lauter altbekannte, vertraut und lieb Gesichter, inmitten seltener Jagdtrophäen und Ansichten der Heimatstadt.

Katzenbacher Hof | Ansicht von Esslingen

Noch bis 1849 bildete das bis heute flächenmäßig unverändert gebliebene Eßlinger Gebiet am Katzenbach eine eigene Markung, wurde dann aber infolge eines damals erlassenen Gesetzes der Markung Vaihingen a.F. einverleibt. Der Hof war ab 1816 nicht mehr verpachtet. Die landwirtschaftlichen Güter wurden bis auf 5 ½ Morgen wieder aufgeforstet. 1824 baute die Stadt eine Wohnung für den Waldschützen in eine Scheune des Hofes ein. 1896 ließ die Stadtverwaltung die alten Gebäude abbrechen und an deren Stelle das heute noch vorhandene Forsthaus mit Forsthaus und Gastraum errichten.

Heute ist der „Stiftungswald Katzenbacherhof“ der ertragreichste Teil des Waldbesitzes der Stadt Esslingen (insgesamt rund 1370 ha) und befindet sich schon seit über 700 Jahren in deren Besitz.

Schade dass es em Kaba keinen Esslinger Wein mehr gibt, aber der Most schmeckt immer noch klasse.

 

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