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Hornissen und Wespen – nur halb so wild – Stuttgart Umwelt/Natur

Juli 6, 2009 · redaktion · Kein Kommentar

Viele Menschen haben Angst vor Hornissen und Wespen. Doch in der Regel sind diese Insekten nicht gefährlich, darauf macht das Amt für Umweltschutz aufmerksam.

Für die Umwelt sind sie sogar sehr nützliche Tiere.

Man sollte ruhig und gelassen bleiben, wenn Wespen oder Hornissen auftauchen. Wer wild um sich schlägt, riskiert einen Angriff, da die Tiere sich bedroht fühlen. Die deutsche und die gemeine Wespe können lästig werden, sind in der Regel aber nicht gefährlich. Problematisch kann es aber für Menschen sein, die allergisch auf einen Wespenstich reagieren. Auch ein Stich in den Mund- oder Rachenraum kann wirklich gefährlich werden. Deshalb sollten Kinder Getränke mit einem schmalen Trinkhalm zu sich nehmen. Sonst besteht die Gefahr, dass eine in eine Limonadenflasche oder in ein Glas gefallene Wespe in den Mund gelangt.

Hornissen und andere Wespenarten tragen als Insektenjäger zur Ausgewogenheit des Naturhaushalts bei. Sie sind sehr nützliche Tiere. Ein Hornissenvolk jagt täglich bis zu 500 Gramm kleinere Insekten, darunter auch Schädlinge, die sie zur Aufzucht ihrer Brut benötigen. Vor Hornissen haben viele Menschen eine noch größere Angst als vor Wespen oder Bienen. Das Märchen „Sieben Hornissen töten ein Pferd, drei einen Menschen“ ist leider immer noch im Umlauf. Dabei sind Hornissen friedliche Tiere. Sie reagieren nur dann aggressiv, wenn sie ihr Nest bedroht sehen oder wenn man wild nach ihnen schlägt.

Wegen ihrer Gefährdung und ökologischen Bedeutung sind Hornissen naturschutzrechtlich besonders geschützt. Eingriffe in Hornissennester dürfen nur in Ausnahmefällen mit behördlicher Genehmigung erfolgen. Solche Fälle können vorliegen, wenn eine Gefahrenlage für Personen besteht, etwa beim Vorliegen spezieller Allergien oder etwa im Umfeld von Kindergärten. Dann kann eine Entfernung oder Umsiedlung in Erwägung gezogen werden. In solchen Fällen kann man die Fachleute der Feuerwehr unter Telefon 50 66-0 einschalten.

Wenn es möglich ist, mehrere Meter Abstand zum Nest einzuhalten, sollte man die Tiere in Frieden lassen. Auch ein Fliegengitter vor dem Fenster kann in manchen Fällen helfen. Das Ziel sollte sein, sich so mit den Tieren zu arrangieren, dass diese ihre Entwicklung abschließen können. Im Herbst sterben die Staaten dieser Insekten sowieso ab.

Hornissen sind mittlerweile durch Bekämpfungsmaßnahmen und den Mangel an Lebensraum gefährdet. Da ihre natürlichen Nisthöhlen – abgestorbene Bäume – immer seltener werden, weichen Hornissen auf Dachstühle und Rollladenkästen aus.

Hornissen sind tagaktiv, gehen aber auch noch bei fast völliger Dunkelheit auf Insektenjagd. Sie fliegen dabei ähnlich wie Nachtfalter dem Licht entgegen und landen dabei häufig in Wohn- oder Schlafzimmern. Wenn man das Licht löscht, findet die Hornisse den Weg nach draußen.

Ein Infoblatt und telefonische Beratung zu Wespen und Hornissen gibt es bei der Umweltberatung in der Gaisburgstraße 4. Die Umweltberatung ist unter Telefon 216-66 00, Montag bis Donnerstag von 9 bis 15.30 Uhr und Freitag von 9 bis 13 Uhr, oder über E-Mail umweltberatung@stuttgart.de erreichbar.

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