Der Extrembergsteiger, Autor und Politiker Reinhold Messner ist am Donnerstag, 2. April, um 20 Uhr zu Gast in der Reihe “Philosophie im Palais” in der Stadtbücherei im Wilhelmspalais, Konrad-Adenauer-Straße 2.
Der Verleger und Chefredakteur des Journals für Philosophie “der blaue reiter”, Siegfried Reusch, spricht mit Messner über dessen ganz persönliche Philosophie des Grenzgehens und der Selbsterfahrung. Karten für 7, ermäßigt 5 Euro können unter Telefon 216-5788 und -5726 sowie per E-Mail an stadtbuecherei.veranstaltungen@stuttgart.de reserviert werden.
“Die Kunst des Grenzgangs besteht darin, nicht umzukommen. Das Hinaufkommen ist völlig unwichtig. Das Zurückkommen ist wichtig.” Für Reinhold Messner beginnt der Grenzgang im Denken, in der Todesgefahr. Für Messner wird in unmittelbarer Gefahr das ganze Leben relativiert. Er sieht es, “wie es wirklich ist”, kann sich lösen von aller Anpassung und Fremdbestimmung, um nur noch das zu tun, was er für sich als wichtig empfindet.
Siegfried Reusch unterhält sich mit Reinhold Messner über die Suche nach Wahrheit und Sinn in der Grenzerfahrung und fragt nach, welche Rolle die Möglichkeit des Scheiterns bei seinen Expeditionen spielt.
Reinhold Messner studierte Vermessungskunde an der Universität Padua und vertrat von 1999 bis 2004 die italienischen Grünen im Europäischen Parlament. Vor allem aber ist er Extrembergsteiger, Abenteurer, Buch- und Filmautor. Er war der erste Mensch, der auf den Gipfeln aller 14 Achttausender stand. Aber er ist nicht nur einer der bekanntesten, sondern auch einer der umstrittensten Bergsteiger. Bemerkenswert ist, dass sein Leben in Extremen mit tiefen philosophischen Reflexionen verbunden ist.
Dr. Siegfried Reusch studierte Chemie und Philosophie in Ulm und Stuttgart. Seit 1995 ist er Verleger, Mitherausgeber und Chefredakteur der Zeitschrift “der blaue reiter – Journal für Philosophie”.
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