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Wie gesund sind unsere Kinder? – Stuttgarter Gesundheitsamt stellt den ersten Kindergesundheitsbericht vor

Februar 3, 2009 · redaktion · Kein Kommentar

Das Gesundheitsamt der Landeshauptstadt Stuttgart hat auf der Basis von Zahlenmaterial des Jahres 2007 zum ersten Mal einen Bericht über das Thema Kindergesundheit erstellt.
Nach einer Berichterstattung im Sozial- und Gesundheitsausschuss sowie im Internationalen Ausschuss soll der Bericht am 9. Februar im Jugendhilfeausschuss des Gemeinderates beraten werden.

Aus dem Kindergesundheitsbericht, der insgesamt zehn Themenfelder der Kindergesundheit umfasst, geht hervor, dass die überwiegende Mehrheit der Kinder über einen guten Gesundheitszustand verfügt. Besonderer Anstrengungen zur Verbesserung des Gesundheitszustands der Kinder bedarf es jedoch bei materiell benachteiligten Familien und bei Familien mit Migrationshintergrund.

Bürgermeisterin Gabriele Müller-Trimbusch sieht sich mit dem Kindergesundheitsbericht darin bestätigt, dass benachteiligte Familien individuell und strukturell gefördert und unterstützt werden müssen, damit die Entwicklungsbedingungen für Kinder dauerhaft verbessert werden.

Die Daten für den Bericht stammen überwiegend aus der Einschulungsuntersuchung. Im Bereich kindliche Entwicklungsfelder geht es um die motorische Entwicklung, um Hören und Sehen sowie um die Sprachentwicklung.

Etwa zehn Prozent der Kinder waren bei der Einschulungsuntersuchung in motorischer Hinsicht besonders förderbedürftig, Jungen etwas häufiger als Mädchen. In der grobmotorischen Entwicklung sind vor allem Kinder aus sozialen Brennpunkten beeinträchtigt.

Jedes vierte Kind hat einen Förderbedarf hinsichtlich der sprachlichen Entwicklung. Von großer Bedeutung ist dabei, mit welcher Familiensprache das Kind aufwächst. Bei Kindern, die ausschließlich mit der deutschen Sprache aufwachsen, ist jedes sechste Kind förderbedürftig. Kinder, die ausschließlich mit einer Fremdsprache aufwachsen, brauchen in weit größerem Umfang Sprachförderung. Dies trifft auch für Kinder aus benachteiligten Wohngebieten zu.

Der Kindergesundheitsbericht greift auch zwei Themen aus dem Bereich der Gefährdungen von Kindern heraus: Kinderunfälle und Übergewicht. Bei Kinderunfällen wurde auf Daten des Kinder- und Jugendgesundheitssurveys (KiGGS) des Robert Koch-Instituts zurückgegriffen. Es zeigt sich, dass Kleinkinder sich überwiegend im Haushalt verletzen. Bei Kindern im Kindergartenalter geschehen die häufigsten Unfälle in Kindertagesstätten sowie in Freizeit- und Sporteinrichtungen.

Die vielfältigen Präventionsangebote des Gesundheitsamtes zur Verhinderung von Gefährdungen von Kindern leisten einen wichtigen Beitrag zur Information der Eltern, Erzieher und Lehrer.

Übergewicht ist auch schon bei Sechsjährigen ein Thema: Etwa zwölf Prozent der Kinder sind betroffen. Kinder aus Familien mit Migrationshintergrund aus den Mittelmeerländern sind etwa doppelt so häufig betroffen wie Kinder ohne Migrationshintergrund. Bereits bestehende Präventionsmaßnahmen werden auf diese besondere Zielgruppe hin ausgerichtet.

Ein eigenes Kapitel ist den Kindern mit Behinderungen gewidmet. Die Zahl der Kinder mit Behinderungen, für die nach dem Schwerbehindertengesetz eine Anerkennung beantragt wurde, bleibt über die Jahre konstant bei etwa einem Prozent. Im Kindergesundheitsbericht wird vor allem auf die zunehmend gelingende Integration von Kindern mit Behinderungen in die regulären Kindertageseinrichtungen hingewiesen. Während 1999 nur 25 Kinder mit Behinderungen in Kindertageseinrichtungen integriert wurden, waren es 2007 bereits 215.

Drei Kapitel des Berichts befassen sich mit dem Präventionsverhalten: die Durchführung von Impfungen gegen Infektionskrankheiten, die Nutzung von Krankheitsfrüherkennungsuntersuchungen für Kinder sowie die Zahngesundheit. Letztere hängt im Wesentlichen vom Zähneputzen ab.

Der Rückgang von Karies ist besonders hervorzuheben: Die Stuttgarter Sechsjährigen haben durchschnittlich 1,45 fehlende, gefüllte oder kariöse Zähne. In Baden-Württemberg sind es 1,58, in Sachsen-Anhalt liegt der Wert bei 2,91.

Die Impfraten der Kinder in Stuttgart sind gut und liegen etwa auf dem Niveau der baden-württembergischen Werte. Verbesserungsbedürftig sind jedoch die Nutzung der Vorsorgeuntersuchung U9 bei Familien mit Migrationshintergrund und sozial benachteiligten Familien.

Der Kindergesundheitsbericht 2008 kann als PDF unter www.stuttgart.de heruntergeladen werden.

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