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OB Schuster gibt Startsignal für Neugestaltung des Killesberg

Januar 23, 2009 · redaktion · Kein Kommentar

Oberbürgermeister Dr. Wolfgang Schuster wird heute den Baggerbiss vom Rückbau und Abriss der alten Messe am Killesberg vornehmen. Er gibt damit das Startsignal für die Neugestaltung des Geländes. Das ehemalige Messegelände auf dem Stuttgarter Killesberg wurde durch den Umzug der Messe auf die Fildern frei. Neben dem neuen Augustinum, das schon im Bau ist, dem Scenario mit „Fashion Mall“ sollen hier nun ein Stadtteilzentrum, ein Kreativforum und zwei neue Wohngebiete entstehen. Großzügige Freianlagen im Bereich des Haupteingangs in den Höhenpark Killesberg und der Roten Wand schaffen eine hohe Aufenthaltsqualität. Alleine die Stadt investiert für die Neugestaltung rund 23 Millionen Euro. Hinzu kommen Altlasten- und Gründungsmehrkosten, die noch nicht beziffert werden können. Demgegenüber stehen Einnahmen aus dem Verkauf der freiwerdenden Grundstücke, die sich auf circa 72 Millionen Euro belaufen werden. Die privaten Investitionen werden sich auf rund 250 Millionen Euro belaufen.

OB Schuster: „Der Umzug der Messe auf die Fildern hat uns am Stuttgarter Killesberg eine große städtebauliche Chance eröffnet. Diese nutzen wir, indem wir rund 30 Hektar Fläche teils attraktiv bebauen und teils grün umgestalten.“ Leitgedanke sei dabei eine starke landschaftliche Verbindung vom Wartberggelände zur Feuerbacher Heide. „Dadurch steigern wir die Lebensqualität am Killesberg weiter. Gleichzeitig stärken wir die Kreativwirtschaft in unserer Stadt und realisieren eine hochwertige architektonische und städtebauliche Lösung“, so OB Schuster.

Das Projekt am Killesberg besteht aus mehreren Teilgebieten. Auf den ehemaligen Parkplätzen an der Kochenhof-Straße entsteht das Projekt „Scenario“ (früher Fashion Mall), ein Mode-Orderzentrum mit dem Modethema verwandten gewerblichen Nutzungen wie zum Beispiel Trendgastronomie, Design-Studios, Gewerbe- und Serviceagenturen, Fotoateliers, Modell-Agenturen, Werbe- und Designagenturen. Das Forum K umfasst die Bereiche Stadtteilzentrum, Kreativforum und die Wohnbereiche W 3 und 4. Im Kreativforum sollen zusätzliche Flächen für die Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart geschaffen werden, um die bisherigen, über das gesamte Stadtgebiet verteilten, zahlreichen Außenstellen aufgeben zu können. Büros und kombinierte Wohn-/Arbeitsbereiche (home offices) sollen künftig junge Kreative anlocken. Das Stadtteilzentrum bietet Einkaufsmöglichkeiten, Dienstleistungsangebote sowie gastronomische Einrichtungen. Im Wohnbereich W 4 wird auch eine Kindertagesstätte untergebracht. In den neuen Wohngebieten (entlang der Stresemannstraße und als Ergänzung der bestehenden Kochenhofsiedlung) sollen rund 200 Wohnungen gebaut werden.

Bereits im Sommer 2007 wurden die Messehallen 11 bis 14 sowie der Verbindungssteg über die Stresemannstraße abgebrochen. Hier entsteht derzeit das Seniorenwohnstift Augustinum in Stuttgart, dessen Fertigstellung für 2009 geplant ist.

Auf knapp zehn Hektar werden neue Grünflächen entstehen. Im Bereich des Hauptzugangs zum Killesbergpark soll sich künftig zwischen dem Forum K und dem neuen Wohngebiet eine Grünfläche mit einer Breite zwischen 90 und 120 Metern erstrecken. Ihre Form erinnert an eine Fuge, daher wird dieses Gebiet auch die „Grüne Fuge“ genannt.

Das Parkhaus „Rote Wand“ wurde unlängst abgebrochen. Das dort befindliche Naturdenkmal „Rote Wand“ soll in Teilen freigelegt werden und durch eine großzügige Grünverbindung an die Feuerbacher Heide angeschlossen werden.

Für die Neubebauung werden Parkplätze auf den jeweiligen Grundstücken geschaffen. Zusätzlich entstehen in der Tiefgarage im Stadtteilzentrum etwa 300 weitere öffentlich nutzbare Stellplätze. Der Parkplatz beim TC Weißenhof mit rund 300 Stellplätzen steht weiterhin für die Besucher des Höhenparks zur Verfügung.

Während der Abbrucharbeiten sowie den Landschaftsbauarbeiten in der so genannten „Grünen Fuge“ bis Oktober 2009 ist der große Durchgang in den Höhenpark Killesberg gesperrt. Besucher können in diesem Zeitraum jedoch über die Seiteneingänge in der Stresemann- und Thomastraße in den Höhenpark gelangen. Am Wochenende oder bei Veranstaltungen werden sie zur U-Bahn-Haltestelle „Pragsattel“ und dem Cannstatter Eingang geleitet.

Übersicht Planungen für den Killesberg
Bisheriger Ablauf vor dem Abbruch:
Bereits im Sommer 2007 wurden die Messehallen 11 bis 14 sowie der Verbindungssteg über die Stresemannstraße abgebrochen, um Platz für das zweite Wohnstift Augustinum in Stuttgart zu schaffen.

Weitere vorgezogene Abbruchmaßnahme betraf das Parkhaus Rote Wand, das von Oktober bis Dezember 2008 zurückgebaut wurde.

Übergabe des Geländes mit den Messehallen an den Abbruchunternehmer erfolgte am 01.12.2008. Anschließende fanden vorbereitende Maßnahmen zum Abbruch statt. Mit dem Baggerbiss beginnt der eigentliche Abbruch. Ende der Maßnahme soll im Oktober 2009 sein.

Fakten zum Abbruch:
Die Abbruchkosten betragen rund 3 Millionen Euro.
Bei der Auftragsvergabe wurde von Seiten der Stadt darauf geachtet, möglichst geräusch- und erschütterungsarme Abbruchmethoden nach dem neuesten Stand der Technik zum Einsatz kommen zu lassen.

Die Wiederverfüllung wird schon parallel zum Abbruch ab März 2009 begonnen und bis in Oktober 2009 andauern. Für die Wiederverfüllung werden ca. 100.000 m³ vor Ort gewonnenes Recyclingmaterial eingesetzt. Zudem werden ca. 100.000 m³ geeignetes standortfremdes Bodenmaterial benötigt, was etwa 6.700 LKW-Ladungen entspricht.

Im Anschluss an den Abbruch und Wiederverfüllung der Untergeschosse wird mit den vorbereitenden Maßnahmen für die neuen Bebauungen begonnen.

Während der Abbrucharbeiten sowie den Landschaftsbauarbeiten in der Grünen Fuge ist der große Durchgang in den Höhenpark Killesberg gesperrt.

Mit Rücksicht auf die Anwohner Regelarbeitszeiten nur von Montag bis Freitag zwischen 7 und 18 Uhr.

Planungen
Sieger des 2004 durchgeführten städtebaulichen Ideenwettbewerbs zur Nachnutzung des ehemaligen Messegeländes: Arbeitsgemeinschaft Pesch + Partner Architekten, Blanek Architekten und Lohrberg Stadtlandschaftsarchitektur mit ihrem Gesamtkonzept „Zukunft Killesberg“, das die städtebaulich-landschaftliche Grundlage für die weiteren Planungen bildet.

Zentrale Idee des Konzeptes ist die landschaftliche Verbindung vom Wartberggelände zur Feuerbacher Heide, die so genannte Vollendung des „Grünen U“.

Diese Gesamtkonzeption sieht die Entwicklung mehrerer Teilgebiete (siehe unten) mit unterschiedlichen Nutzungen vor, welche die grüne Fuge räumlich definieren und in einzelnen Verfahren näher konkretisiert werden sollen.

Die Teilgebiete
Augustinum Killesberg:
Der architektonische Entwurf stammt von dem Stuttgarter Architekturbüro Wulf und Partner, das auch die Neue Messe in Stuttgart geplant hat.

Das Konzept des Betreibers sieht ein hochwertiges Wohnen mit der Wahrung persönlicher Freiheit und Selbstbestimmtheit der Bewohner vor.

Gebaut werden vier Doppelhäuser mit maximal acht Stockwerken. Die rund 300 hochwertig ausgestatteten Wohnungen von 30 bis 115 Quadratmeter haben alle eine eigene Loggia. Ebenso wird ein Wellness- und Gesundheitsbereich errichtet, wie auch Arztpraxen, ein Café/Restaurant, ein Frisör, eine Bankfiliale, ein SB-Laden und ein Theatersaal mit 200 Plätzen.

Der großzügige Park des Augustinums ist später ebenfalls für die Öffentlichkeit zugänglich und bildet damit einen gelungenen Übergang zwischen dem Killesbergpark und der angrenzenden Bebauung.

Bezugsfertig sollen die Wohnungen des Augustinums II voraussichtlich Ende 2009 sein.

Scenario:
Auf dem ehemaligen Messeparkplatz P8, entsteht das Scenario-Gebäude des Investors Franz Fürst. Die Planung stammt von den Architekten Barkow Leibinger, Berlin, die 2007 den ausgeschriebenen Architektenwettbewerb gewonnen haben.

Im Scenario wird mit der Fashion Mall Stuttgart ein Mode-Orderzentrum untergebracht, das durch mit dem Modethema verwandte gewerblichen Nutzungen wie z. B. Trendgastronomie, Design-Studios, Gewerbe- und Serviceagenturen, Fotoateliers, Modell-Agenturen, Werbe- und Designagenturen etc. ergänzt wird. Auch ein gastronomisches Angebot ist geplant.

Der in Kürze rechtskräftig werdende Bebauungsplan erlaubt nur in einem sehr kleinen Bereich eine Einzelhandelsnutzung.

Forum K:
Gliederung in die Teilbereiche Stadtteilzentrum, Kreativquartier und Wohnbereiche W3 und 4.

Die Büros Ackermann & Raff Tübingen und Project GmbH, Esslingen, gingen im März 2008 aus dem von Herrn Fürst und der Stadt gemeinsam ausgelobten städtebaulichen Realisierungswettbewerb unter 19 Teilnehmern als Sieger hervor.

Während die Bereiche Stadtteilzentrum und Kreativquartier von Herrn Fürst realisiert werden, wird gegenwärtig im Rahmen eines EU-weit ausgeschriebenen Investoren-Auswahlverfahrens ein Investor für die Wohnbereiche W3 und 4 gesucht.

Das Stadtteilzentrum erhält einen direkten Zugang zur Endhaltestelle der U 7. Die Bushaltestellen der Linien 43, 44 und 50 liegen künftig direkt vor dem Eingang zum Stadtteilzentrum. Da die jetzigen Bushaltestellen für den Abbruch der Messetiefgarage weichen müssen, erfolgt die Verlegung bereits im ersten Quartal 2009.

Stadtteilzentrum:
Im Stadtteilzentrum werden dringend benötigte Angebote für die Nahversorgung geschaffen, das wichtigste Element bildet dabei ein Lebensmittelvollsortimenter. Auch Arztpraxen, Büros und verschiedene Einzelhandelsangebote sowie gastronomische Angebote runden die künftige Nutzung ab.

Kreativquartier:
Hier sollen Erweiterungsmöglichkeiten für die Staatliche Akademie der bildenden Künste (Kunstakademie), Büros sowie kombinierte Wohn-/Arbeitsbereiche für Kreativfirmen geschaffen werden.

Wohnbereiche W 3 und 4:
Hier ist hochwertiger Geschosswohnungsbau vorgesehen. Den nördlichen Abschluss des Forum K soll ein Wohnturm bilden, der die Überleitung zum gegenüberliegenden Augustinum-Neubau bildet und auch Platz für eine Kindertagesstätte mit acht Gruppen und den entsprechenden Freiflächen bietet. Insgesamt sind 130 Wohneinheiten geplant.

Quartiersplatz und Tiefgarage:
Die einzelnen Bauteile gruppieren sich um einen öffentlichen Quartiersplatz, der Begegnungsmöglichkeiten der Bewohner sowie Besucher schaffen soll.

Die gesamte Parkierung erfolgt in einer zweigeschossigen Tiefgarage, die auch der Öffentlichkeit zur Verfügung steht.

Wohngebiet W1:
Im westlichen Bereich des Messegeländes wird das Wohngebiet W1 entstehen, dessen Konzeption sich aus einem Gutachterverfahren mit anschließender Überarbeitung im Juni 2008 ergeben hat.

Das Büro Auer + Weber aus Stuttgart hat das vom Gemeinderat ausgewählte Konzept entworfen.

Vorgesehen ist ein hochwertiges bebautes Wohngebiet mit rund 35 Wohneinheiten in Einfamilienhäusern und entlang der künftigen Grünen Fuge circa 28 Wohneinheiten in Stadthäusern.

Freianlagen:
Durch die Entsiegelung bisher bebauter Bereiche entstehen knapp zehn Hektar neue Grünflächen.

Im Bereich des bisherigen Hauptzugangs zum Killesbergpark wird sich künftig zwischen dem Forum K und dem Wohngebiet W1 die Grüne Fuge mit einer Breite zwischen 90 und 120 Metern erstrecken.

Ein Wasserlauf begleitet künftig die Besucher vorbei am neu gestalteten Fontänensee in den Killesbergpark. Gespeist wird der Bachlauf durch das aufgefangene Oberflächenwasser der Neubebauung.

Auf der anderen Seite wird die rote Wand in einem Teilbereich wieder freigelegt und ebenfalls ein Park angelegt, der die Verbindung zur Feuerbacher Heide bilden wird.

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