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Stuttgarts Urlaubsmesse CMT 2009 ist ausgebucht – Messe Stuttgart

Januar 3, 2009 · redaktion · Kein Kommentar

Fahrradreisen und Wandern, Golf, Wellness und Schiffsreisen im Fokus Partnerländer Argentinien und Rumänen, Caravaning-Region Norwegen

Die jahrelang gültige Parole „Geiz ist geil“ hat nach Einschätzung führender Reiseveranstalter ihren Geist aufgegeben. Die Jagd nach Schnäppchen ist out, der neue Trend geht hin zur Qualität. Insbesondere hochwertige Reisen verkauften sich in diesem Jahr gut. Einmal mehr folgte das Reiseverhalten der Bundesbürger der Konjunktur mit Verzögerung. Während die Verbraucher im Sommer über steigende Lebensmittel- und Energiepreise stöhnten, verwirklichten sie dennoch ihre Reiseträume, die durch sinkende Arbeitslosenzahlen und spürbare Lohnzuwächse beflügelt wurden. Wie sich die derzeitige Finanzkrise auf das Reiseverhalten der Deutschen im kommenden Jahr auswirkt, ist offen. Erfahrungsgemäß lassen sich die Deutschen aber eine ihrer wichtigsten Freizeitbeschäftigungen nicht nehmen. Ein gutes Omen für die bevorstehende CMT, die vom 17. bis 25. Januar 2009 rund 1800 Aussteller aus mehr als 90 Ländern zum zweiten Mal auf dem neuen Stuttgarter Messegelände beim Flughafen zusammenbringen wird. Selbstverständlich wird auf dem ausgebuchten Gelände im Jahr zwei auf dem neuen Messegelände inhaltlich am erfolgreichen Konzept festgehalten: das „Flaggschiff CMT“ wird erneut von seinen Beibooten Fahrrad- und Erlebnisreisen mit Wandern und dem Treffpunkt Kanu am ersten Wochenende sowie Golf- und Wellness-Reisen sowie Kreuzfahrt- und Schiffstourismus am zweiten Wochenende flankiert und ergänzt. Hinzu kommt die „Motorfaszination“, die zum ersten Mal auf vier Tage konzentriert am zweiten Wochenende in einer eigenen Messehalle stattfinden wird.

Partnerländer 2008: Rumänien und Argentinien
Rumänien wird Europa auf der CMT 2009 vertreten. In das Land zwischen Pannonischer Tiefebene, Karpaten und Schwarzem Meer reisten im vergangenen Jahr rund sieben Millionen Gäste, darunter 1.380.000 Ausländer und davon wiederum fast 475.000 Deutsche. Nach Auskunft von Adina Secara, Regionaldirektorin für Deutschland, bedeutet dies eine Steigerung um mehr als 38 Prozent im Vergleich zu 2006. „Unter den Top Ten unserer ausländischen Gästezahlen stehen die Deutschen nach den Ukrainern und Bulgaren an dritter Stelle, während sie mit mehr als 600.000 Übernachtungen klar vor Italien und den USA an erster Stelle stehen.“ Nach einer Studie des rumänischen Tourismusamtes besuchte knapp die Hälfte der deutschen Gäste Verwandte oder Freunde, rund ein Viertel machte Urlaub am Schwarzen Meer und im Durchschnitt gaben die deutschen Gäste 650 Euro für den Aufenthalt in Rumänien aus. Auffällig auch die vielen Gäste aus dem Süden der Republik. „41 Prozent der deutschen Besucher stammen aus Baden-Württemberg“, sagt Secara, „gefolgt von den Bayern mit 22 Prozent und Gästen aus Nordrhein-Westfalen mit 17 Prozent.“

Argentinien, das zweitgrößte Land in Südamerika und das achtgrößte der Erde, wartet mit zahlreichen Klima- sowie Vegetationszonen auf und beeindruckt mit spektakulären Landschaften zwischen den Gletschern Patagoniens im Süden, den Anden im Westen und dem Urwald im Nordosten. In Argentiniens Hauptstadt Buenos Aires, die wie keine andere symbolhaft für Tango und Fußball steht, kamen nach der Statistik des Tourismusamtes Travel Argentina im vergangenen Jahr 552.000 Besucher aus Europa an. Darunter rund 41.000 Deutsche, die nach Gästen aus Spanien (262.000), Italien, England und Frankreich den fünften Platz einnehmen. Damit wurde die Zahl der deutschen Gäste von 2006 um sieben Prozent übertroffen. Mehr als die Hälfte davon kamen, um Urlaub zu machen, gut ein Fünftel besuchte Familienangehörige sowie Bekannte und knapp 20 Prozent gaben geschäftliche Gründe an. Dabei fällt auf, dass mehr als 74 Prozent auf eigene Faust das Land der Pampas erkundigten. Die Deutschen sind gern gesehene Gäste in Argentinien, denn „sie bleiben im Durchschnitt fast 25 Tage im Land“, freut sich Oscar Suarez, Market Manager Europe. Dabei würden sie pro Tag 65 US-Dollar für Steaks, Matetee und Übernachtung ausgeben oder insgesamt mehr als 1600 US-Dollar.

Partnerregion für Caravaning: Norwegen
Während ausländische Gäste im Schnitt 2,5 Tage in Rumänien verweilen, bleiben sie in Norwegen im Durchschnitt 7,5 Tage. Die deutschen Gäste gehören dabei mit den niederländischen und polnischen Norwegen-Liebhabern mit jeweils zehn Tagen zur Spitzengruppe und werden nur von den US-Amerikanern (11,4 Tage) übertroffen. „Insgesamt besuchten 2007 rund 548.000 Deutsche unser Land“, berichtet Christopher Rosenkilde, Country Manager beim norwegischen Tourismusamt Innovation Norway, „das bedeutet ein Wachstum um vier Prozent im Vergleich zum Vorjahr.“ Damit stehen die Deutschen nach den Schweden und vor den Dänen an zweiter Stelle, die das Königreich zwischen der Hauptstadt Oslo und der Polarregion im vergangenen Jahr besucht haben. Norwegen ist kein Billigland und demzufolge ließen die Deutschen im Durchschnitt pro Tag 830 Norwegische Kronen (rund 105 Euro) liegen. Auf den Campingplätzen in Norwegen wurden Rosenkilde zufolge 2007 insgesamt 8,4 Millionen Übernachtungen registriert. „Dabei übernachten 70 Prozent der ausländischen Wohnmobilreisenden auf Campingplätzen.“ Der Aufenthalt der ausländischen Camping- und Caravaning-Touristen habe durchschnittlich 11,5 Nächte betragen, wobei pro Übernachtung rund 57 Euro zu Buche schlugen.

Neues Angebot für Kulturreisende
Als weiteres Thema kommt zum ersten Mal die „Stuttgart CULTURE Open“ hinzu, eine internationale Drehscheibe für Kulturschaffende, Touristik und Kulturreisende. Immer häufiger werden Ferien und Kurzreisen oder der Urlaubsort für einen längeren Aufenthalt nach dem Kulturangebot ausgesucht. Städte, Regionen und Länder gewinnen durch ihre Kulturgüter an Profil und Attraktivität, denn Kulturreisen liegen voll im Trend. Mit der „Stuttgart CULTURE Open“ erhält der anspruchsvolle Tourismus eine neue Plattform auf der CMT. Ihr Ziel besteht darin, die gesamte Bandbreite der Kultur und Kulturtouristik in angemessener Form zu präsentieren und Kulturliebhabern wie auch Fachbesuchern ein attraktives Rahmenprogramm zu bieten.
„Travel Market“ für Fachbesucher
Apropos Rahmenprogramm für Fachbesucher: Der „Travel Market“ bietet Mitarbeitern von Reisebüros, Hotels, Reiseveranstaltern und Fremdenverkehrsämtern als Informations- und Kontaktforum die Möglichkeit, Informationen aus erster Hand über die Reiseangebote und -trends des anstehenden Tourismusjahres zu erhalten. 2008 verzeichnete die CMT rund zehn Prozent an Fachbesuchern, Tendenz steigend.
Starkes Frühbuchergeschäft
Dank des starken Frühbuchergeschäfts sitzen die Veranstalter auf volleren Auftragsbüchern als in den vergangenen Jahren. Der gute Sommer 2008 löste zur Freude der Veranstalter einen jahrelangen Nachfragestau – doch die Aussichten sind durchwachsen. Für die Wintersaison hat Branchenführer TUI Preiserhöhungen von durchschnittlich 3 Prozent angekündigt – allerdings mit erheblichen Schwankungen zwischen den einzelnen Zielgebieten. Während Spanien weitgehend preisstabil bleibt, müssen Bundesbürger in Ägypten und der Türkei wesentlich tiefer in die Tasche greifen, weil dort die explosiv wachsende Nachfrage aus Russland die Preise treibt. Daran müssen sich die deutschen „Reiseweltmeister“ gewöhnen: In vielen beliebten Zielgebieten, derzeit vor allem in der Türkei und Ägypten, sind sie nicht mehr „unter sich“, sondern teilen sich Hotels und Strände mit Urlaubern aus Moskau oder St. Petersburg. Am Flughafen Antalya haben 2007 russische Passagiere (1,8 Millionen) mit den Deutschen (2,2 Millionen) schon fast gleichgezogen.

Spanien bleibt Lieblingsziel im Ausland
Spanien behauptet sich als erklärtes Lieblingsziel der Deutschen – mit einem so gewaltigen Vorsprung vor den Verfolgern Italien, Türkei und Österreich, dass auch geringe Rückgänge wie 2007 kaum Zacken aus dieser Krone brechen können. Allerdings ließ die Anziehungskraft des einst dominierenden Winterziels Kanarische Inseln spürbar nach, mit einem Minus von 5 Prozent in 2007 und einem weiteren Rückgang um 1,6 Prozent von Januar bis März dieses Jahres. Die Gunst der deutschen Urlauber wandert wieder ostwärts, wo die Ägypten (+7 Prozent) und die Türkei (+6 Prozent) im vergangenen Winter deutliche Zuwächse erzielten. Zu den kleineren Trendzielen im Süden mit zweistelligen Zuwachsraten zählen aktuell Malta (+18 Prozent) und insbesondere Marokko (+21 Prozent). Italien registriert nach 9 Millionen deutschen Gästen 2007 in diesem Jahr eine weitgehend stabile Nachfrage, mit einem leichten Plus für klassische Ziele wie Rom, Toskana und den Gardasee und Rückgängen für Sizilien. Österreich, einst das beliebteste Auslandsziel der Deutschen, hat nach Jahren stetigen Rückgangs offenbar die Trendwende geschafft: In der Wintersaison 2007/08 stieg die Gästezahl aus Deutschland um 6,4 Prozent und der Mai 2008 wurde für den EM-Gastgeber „Ost“ mit einem Plus von 26 Prozent gar zu einem echten Wonnemonat. Ähnliche positive Zahlen vermeldet die Schweiz als EM-Gastgeber „West“, die

zwischen Januar und Mai 7,3 Prozent mehr Übernachtungen aus Deutschland registrierte und damit ebenso wie Österreich von einem „Bilderbuch-Winter“ profitierte.

USA als der große Übersee-Gewinner
Bei den Fernreisen erlebt China in diesem Sommer den klassischen Rückschlag, den Ausrichter sportlicher Großveranstaltungen traditionell hinnehmen müssen. Die Olympischen Spiele in Peking – verbunden mit den negativen Schlagzeilen zu Tibet und dem Fackellauf – haben die Nachfrage nach Reisen ins Reich der Mitte um 30 Prozent reduziert. Zweistellig im Minus liegt auch die Dominikanische Republik. Großer Gewinner in Übersee sind die USA, deren Anziehungskraft durch den schwachen Dollar seit Jahren kontinuierlich steigt. Sollte sich der Trend aus den ersten drei Monaten dieses Jahres fortsetzen (+9,4 Prozent), dürften in diesem Jahr erstmals mehr als 5 Millionen Fluggäste von Deutschland zum bedeutendsten Fernreiseziel starten. Die Kaufkraft des Euro im Dollar-Land kletterte in diesem Jahr auf 1,12, gegenüber 1,02 im Vorjahr und 0,67 in 2001. Zweistellige Zuwachsraten im ersten Quartal – allerdings auf wesentlich niedrigerem Niveau – vermelden Brasilien (+38 Prozent) und Australien (21 Prozent).

Deutschland ist das beliebteste Reiseziel
Deutschland bleibt das beliebteste Ferienziel der Deutschen: 31,4 Prozent aller Urlaubsreisen hatten 2007 ein inländisches Ziel, dieser Wert ist seit einigen Jahren fast konstant. In das Jahr 2008 ist der Tourismus-Standort Deutschland ordentlich gestartet. Von Januar bis April stieg die Zahl der Übernachtungen nach Angaben des Statistischen Bundesamts gegenüber demselben Zeitraum 2007 um 2,6 Prozent. Der moderate Aufwärtstrend geht quer durch alle Bundesländer, mit Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein (je +3,6 Prozent) als Spitzenreitern und den Stadtstaaten Hamburg (+1,8 Prozent) und Bremen (+1,7 Prozent) als Schlusslichtern. Baden-Württemberg lag mit einem Übernachtungsplus von 2,6 Prozent zwischen Januar und April genau im Bundestrend. Anders als in den meisten Wirtschaftsbranchen haben die neuen Bundesländer im Tourismus mit dem Westen nach jahrelanger Aufholjagd gleichgezogen. Der Vergleich zwischen 1993 und 2007, den die Deutsche Zentrale für Tourismus kürzlich anstellte, zeigt bei den Inländer-Übernachtungen eine Stagnation in den alten Bundesländern. Der bundesweite Anstieg um 30 Millionen Übernachtungen pro Jahr zwischen 1993 und 2007 geht allein auf das Konto der neuen Bundesländer (einschließlich Berlin), wobei das strukturschwächste Bundesland Mecklenburg-Vorpommern über die Hälfte dieses Wachstums für sich verbuchen konnte. Insgesamt steigerten die neuen Bundesländer (ohne Berlin) ihren Marktanteil seit 1993 von 11,2 Prozent auf 20,9 Prozent.

Anziehungskraft der Meere ungebrochen
Kreuzfahrten ignorieren seit mehr als einem Jahrzehnt alle konjunkturellen Rückschläge und wachsen auch 2008 stärker als der Markt. Marktführer Aida ist praktisch „ausverkauft“, obwohl er mit seinem fünften Schiff AidaBella im Mai 2008 25 Prozent zusätzliche Kapazitäten in Fahrt brachte. Der Boom wird verstärkt durch das wachsende

Engagement der italienischen Reedereien Costa und MSC auf dem deutschen Markt. Jetzt springt ein neuer und zugleich altbekannter Anbieter auf den Boom auf: „TUI Cruises“, ein Joint Venture mit dem US-Konzern „Royal Caribbean“, lässt im kommenden Frühjahr sein erstes Schiff für den Massenmarkt in See stechen und plant für 2011 und 2012 zwei Neubauten mit jeweils 2500 Betten.
Kreuzfahrten auf Meeren und Flüssen gelten auch deshalb als wachstumssicheres Marktsegment, weil sie bevorzugt von Best Agern (ab 50 Jahren) und Senioren gebucht werden. Ihren Anteil am gesamten Pauschalreisemarkt beziffert die Marktforschung der Rewe-Touristik gegenwärtig auf 48 Prozent – wegen des demographischen Wandels mit kontinuierlich steigender Tendenz.

Online-Buchungen weiter im Steigflug
Flug- und Bahntickets und Last-Minute-Reisen zählen zu den Bestsellern im Internet: Rund 25 Prozent aller online erzielten Umsätze im Endkonsumentenbereich („B2C“) entfallen auf touristische Produkte. Im E-Commerce erzielten Expedia, Ryanair, bahn.de und Co erneut ein Wachstum von 15 Prozent und erwirtschafteten mit 14,8 Milliarden Euro in diesem Vertriebskanal erstmals mehr als ein Drittel des gesamten Branchenumsatzes (43,4 Mrd. Euro). Mit Burda (urlaub.com), Holtzbrinck (reise.de) und Ströer (weg.de) drängen neuerdings verstärkt branchenfremde Anbieter auf den Markt.

Dennoch ist das Wehklagen der klassischen Reisebüros – der sogenannte „stationäre Vertrieb“ – verstummt. Zwar schrumpfte die Zahl der Agenturen in Deutschland 2007 erneut um 4 Prozent auf 11.400, doch deren Umsätze steigen wieder, auch weil viele von ihnen den sogenannten „Multichannel“-Vertrieb – stationär und gleichzeitig virtuell – als zusätzliches Standbein entdeckt und forciert haben.

Der Trend zu Gesundheits- und Wellnessreisen ist ungebrochen und verzeichnet Wachstumsraten von mehr als zehn Prozent, allerdings auf einem vergleichsweise niedrigen Marktanteil von vier Prozent am gesamten Tourismusmarkt. Dagegen sieht die Rewe-Touristik für Golfreisen in diesem Jahr nur geringe Zuwachsraten und eine stagnierende Nachfrage nach Sport- und Aktivurlaub.

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