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Spatenstich für die Stuttgarter Bibliothek als Meilenstein für Stuttgart 21

November 10, 2008 · redaktion · Kein Kommentar

Oberbürgermeister Dr. Wolfgang Schuster, Ministerpräsident Günther H. Oettinger, die Bibliotheksdirektorin Ingrid Bußmann sowie der Architekt Prof. Eun Young Yi nahmen am Samstag den Spatenstich zur neuen Stuttgarter Bibliothek vor. Mit dem Spatenstich für die neue Bibliothek auf dem Gelände A1 wurd ein wichtiger Meilenstein des Projekts Stuttgart 21 realisiert. Auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofes bietet sich durch das Bahnprojekt die einmalige Chance, mitten im Zentrum ein neues Stadtquartier mit einer zukunftsweisenden Bibliothek sowie weiteren kulturellen Einrichtungen entstehen zu lassen.

Das außergewöhnliche Gebäude beherrscht sein städtisches Umfeld am Mailänder Platz und wird Mittelpunkt des neuen Stadtquartiers: „Die neue Bibliothek wird einen entscheidenden Beitrag leisten, um Stuttgarts Position als kulturelles Zentrum weiter auszubauen. Sie ist ein Haus des Wissens und der Kultur. Ich bin sicher, dass die Stuttgarter Bürger diese Begegnungsstätte im künftigen Europaviertel nach der Fertigstellung schnell annehmen und nutzen werden“, so Oberbürgermeister Dr. Wolfgang Schuster. Der OB weiter: „Die Bibliothek wird in unmittelbarer Nähe zum neuen Hauptbahnhof entstehen und damit für alle Besucher optimal erreichbar sein. Die neue Bibliothek ist ein Meilenstein für das neue Quartier, in dem nicht nur Büros und Einzelhandel, sondern auch eine große Zahl an attraktiven Wohnungen entstehen werden.“Die Stadt Stuttgart nutze mit dem Bahnprojekt Stuttgart 21 die einmalige Chance, mitten in ihrem Herzen ein Stadtviertel neu zu gestalten, so der Ministerpräsident Günther H. Oettinger. Der Spatenstich zur neuen Bibliothek sei dafür das richtige Aufbruchsignal. „Die öffentlichen Bibliotheken gehören zu unseren beliebtesten und am stärksten genutzten Kultureinrichtungen. Sie sind neben den Schulen die wichtigsten Bildungsorte. Die neue Bibliothek wird ein hervorragender Ort sein, um Freude am Lernen, am Wissen, an Bildung und Kultur zu vermitteln und wird allen Bürgerinnen und Bürgern zu Gute kommen“, so Ministerpräsident Günther H. Oettinger.

Der Spatenstich wird auf einer 21 mal 29,7 Meter großen Fläche vorgenommen, die von der Künstlerin Ulrike Böhme mit weißem Sand ausgelegt worden ist. Der weiße Sand symbolisiert ein „leeres Blatt Papier“ eines neuen Buches. In der Mitte des Rechteckes werden die Spaten in Form einer „Eins“ aufgestellt, die aus Sicht von Ulrike Böhme die Schreibutensilien darstellen. Durch den Spatenstich kommt unter dem weißen Sand der dunklere Untergrund zum Vorschein – so beschreiben die Beteiligten das leere Blatt Papier. Mit der „Eins“ bringt Ulrike Böhme zum Ausdruck, dass mit dem Bau der Bibliothek auf dem bislang unbebauten A1-Gelände ein neues Kapitel aufgeschlagen wird.

Die neue städtische Bibliothek, die Mitte 2011 öffnet, wird rund 74,7 Millionen Euro kosten. Die neue Bibliothek ist deutlich mehr als ein Gebäude, in dem Bücher und andere Medien ausgeliehen werden. Sie wird ein Ort sein, an dem Kultur und Literatur erlebbar werden und in dessen Mittelpunkt die Besucher stehen.

Der gesamte Verlauf der Bauarbeiten kann künftig im Internet unter www.stuttgart.de/webcam verfolgt werden. Eine Webcam liefert alle 60 Sekunden aktualisierte Eindrücke des Geländes.

Die neue Bibliothek greift mit ihrer innovativen Konzeption die Entwicklung der neuen Medien auf, verbindet klassische Buchkultur mit digitaler Technologie und macht sie zum zentralen Bestandteil ihrer Arbeit. Neben dem traditionellen Bibliothekssortiment stehen den Nutzern künftig moderne Medien zur Verfügung wie ein Multimediastudio, Arbeits-, Lern- und Experimentierräume für Gruppen und Computerarbeitsplätze.

Zukunftsweisend ist auch der technische Standard: So ist der Neubau aus energetischer Sicht beispielhaft. Mit modernster Technik wird umweltfreundliche Energie aus Erdwärme und in Form von Solarstrom gewonnen. Der Energiebedarf wird 40 Prozent unter der Energieeinsparverordnung liegen.

Zentrales Element des Gebäudes ist das so genannte „Herz“, ein meditativer Raum im Inneren der Bibliothek. Der Architekt Prof. Eun Young Yi hat diese Idee in Anlehnung an das Pantheon mit archaischen Raumformen umgesetzt: „Ich versuche in der Architektur die Dinge auf das Wesentliche zurückzuführen. Mir kommt es dabei vor allem auf geistige Klarheit und Ruhe an.“ Ingrid Bußmann, die Leiterin der Zentralbibliothek dazu: „Das ist ein Ort, an dem man einen Moment lang seine Gedanken auf sich wirken lassen kann.“

Unter dem so genannten „Herz“ befindet sich ein Veranstaltungssaal für Lesungen und kulturelle Programme, in dem rund 300 Personen Platz finden. Darüber öffnet sich ab der fünften Ebene der Galeriesaal mit dem Lesesalon, der mit seiner trichterförmigen Öffnung nach oben große zentrale Lufträume schafft – ein weiteres Charakteristikum der Bibliothek. Das Literaturcafé im achten Obergeschoss und die Dachterrasse sind Orte der Begegnung und laden zu Gesprächen ein.

Neueste Technik für Selbstverbuchung und eine Mediensortieranlage, die eigens für die Bibliothek entwickelt wird, ermöglichen die Rückgabe von Medien rund um die Uhr. Außerhalb der Öffnungszeiten bietet ein „Mondschein-Kiosk für Gute-Nacht-Geschichten“ ein ausgewähltes Sortiment zur Ausleihe an. Darüber hinaus werden auch die Öffnungszeiten von bisher 51 auf insgesamt 72 Stunden in der Woche erweitert.

Die Bibliothek wird nicht nur räumlich wachsen. Das Medienangebot wird von bisher 420.000 auf rund 500.000 Medieneinheiten erweitert. Durch das verbesserte Angebot erwartet die Stadtbücherei einen Anstieg der jährlichen Besucherzahlen um 300.000 auf rund 1,3 Millionen Besucher.

Die Bibliothek am Mailänder Platz ist das erste öffentliche Gebäude im neuen Europaviertel. Schon bald nach ihrem Entstehen wird sie aber Gesellschaft bekommen: In direkter Nachbarschaft werden das neue Gebäude der LBBW- Immobilien für mehrere hundert Mitarbeiter und zusätzlichen Wohnungen, die „Pariser Höfe“ mit über 200 Wohneinheiten und ein Bürokomplex, der so genannte Library Square, entstehen.

Die neue Stadtbahnlinie U12, die künftig durch das Europaviertel führt, wird voraussichtlich ein halbes Jahr nach Eröffnung der Bibliothek in Betrieb genommen. Bis dahin wird die Bibliothek über die nahe gelegene Haltestelle Türlenstraße erreichbar sein.

Webcam der Baustelle

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