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Einkommensungleichheit und Armut nehmen in Deutschland zu – Studie der OECD

Oktober 21, 2008 · redaktion · Kein Kommentar

Seit dem Jahr 2000 haben in Deutschland Einkommensungleichheit und Armut stärker zugenommen als in jedem anderen OECD Land. Der Anstieg zwischen 2000 und 2005 übertraf jenen in den gesamten vorherigen 15 Jahren (1985 – 2000). Dies wird in einer neuen Studie der OECD deutlich.

Die steigende Ungleichheit ist arbeitsmarktinduziert. Einerseits nahm die Spreizung der Löhne und Gehälter seit 1995 drastisch zu – notabene nach einer langen Periode der Stabilität. Andererseits erhöhte sich die Anzahl der Haushalte ohne jedes Erwerbseinkommen auf 19% – den höchsten Wert innerhalb der OECD.

ï‚· Ebenso ist der Anstieg der Ungleichheit auf Änderungen in der Haushaltsstruktur zurückzuführen, wie etwa die Zunahme von Single-Haushalten und Alleinerziehenden.

ï‚· Trotz anhaltender staatlicher Umverteilung durch Steuern und Transfers erhöhte sich die Kluft zwischen reich und arm. Transfers sind weniger auf Personen mit geringeren Einkommen zielgerichtet als in anderen Ländern.

ï‚· 2005 waren mehr Erwachsene und Kinder einkommensarm als 1985 – d.h. diese lebten in einem Haushalt mit weniger als 50% des deutschen Medianeinkommens. Die Gesamtarmutsrate stieg von 6% auf 11%, jene der Kinder von 7% auf 16%. Andererseits blieb die Armutsrate älterer Menschen während dieses Zeitraums stabil, bei etwa 7%für 66-74jährige und 11% für jene über 75 Jahren.

ï‚· Langzeitarmut (Armut während drei und mehr Jahren) ist hingegen ein Phänomen, das in Deutschland seltener als in anderen Ländern auftritt: etwa 2-3% der Bevölkerung sind davon betroffen, ein Prozentsatz, der der Hälfte dem OECD-Durchschnitt entspricht. Ebenso ist das Niveau der Entbehrung von Grundbedürfnissen (Haushaltsgüter, Freizeit, oder zufriedenstellende Wohnsituation) in Deutschland niedriger als in den meisten anderen Ländern.
ï‚· Öffentliche Dienste in den Bereichen Gesundheit, Bildung und Wohnen verringern Ungleichheit, allerdings in geringerem Masse als in den meisten anderen OECD Ländern.
ï‚·Deutschland rangiert im Mittelfeld von ausgewählten OECD Ländern, was das Ausmaß sozialer Mobilität betrifft: das Einkommensniveau der Eltern während der Kindheit hat in Deutschland einen geringeren Einfluss auf das eigene spätere Einkommen als in weniger mobilen Ländern wie Italien, Großbritannien oder den Vereinigten Staaten, aber einen größeren Einfluss als in Australien oder Dänemark.

ï‚· Der berufliche Status der Eltern determiniert Bildungserfolge der Kinder. Studenten, deren Eltern einen hohen Status genießen, erreichen PISA Niveaus, wie sie in Finnland zu finden sind. Jene, deren Eltern einen niederen Status haben, erreichen PISA Niveaus wie in Mexiko oder der Türkei.

ï‚· Vermögen ist wesentlich ungleicher verteilt als Einkommen: die obersten 10% besitzen etwa die Hälfte des Gesamtvermögens. Im Vergleich verfügen die reichsten 10% etwa über ein Viertel des Gesamteinkommens.

ï‚· Die vergleichenden Ergebnisse der OECD Studie beziehen sich auf den Zeitraum 1985 – 2005. Neuere nationale Ergebnisse, die auf derselben Datenquelle beruhen (SOEP), zeigen auf, dass sich der Trend zu einer ungleicheren Einkommensverteilung 2006 fortgesetzt hat, 2007 allerdings zu einem vorläufigen Ende gekommen ist.

[ Auszüge der Studie in deutsch, Quelle OECD ]

 Quelle: Growing Unequal ?, OECD 2008

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