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Arbeits- und Sozialministerin Stolz: „Kindererziehung ist kein Kinderspiel“ – Stuttgart mit Kinder

September 22, 2008 · redaktion · Kein Kommentar

Kinderlandstiftung gestaltet Familientag bei der Landesgartenschau in Bad Rappenau

Stuttgart. „Kindererziehung ist kein Kinderspiel“, sagte Arbeits- und Sozialministerin Dr. Monika Stolz am Samstag in Bad Rappenau. „Gute Pflege und Erziehung von Kindern setzt vielfältige Fähigkeiten und Kenntnisse der Eltern voraus“, so die Ministerin. Daher habe die Landesregierung das Programm STÄRKE aufgelegt. Eltern neugeborener Kinder erhalten seit dem 1. September einen Bildungsgutschein im Wert von 40 Euro. „Wir wollen mit dem Programm Eltern die Teilnahme an Familien- und Elternbildungsangeboten finanziell erleichtern und sie zu regelmäßigen Treffen und gegenseitigen Hilfen motivieren“, erläuterte Stolz auf der Landesgartenschau.

Schon traditionell gestaltet die Kinderlandstiftung den Familientag bei der Landesgartenschau, der ist diesem Jahr am Weltkindertag stattfindet. Die Ministerin weiter: „Der Weltkindertag ist für mich zwar immer ein willkommener Anlass, auf die Interessen und Bedürfnisse von Kindern aufmerksam zu machen. Doch betrachte ich es als Kinderbeauftragte der Landesregierung auch ganz unabhängig davon als ständige Aufgabe, für mehr Kinder- und Familienfreundlichkeit im Land einzutreten.“

Bereits vor drei Jahren wurde der politische Leitgedanke des Kinderlandes Baden-Württemberg in der Regierungserklärung von Ministerpräsident Oettinger geprägt. Kinderland steht für ein neues, ganzheitliches Verständnis von Kindheit, Jugend und Familie. „Es steht für eine Politik, die sich an Kindern und Jugendlichen mit ihren ganz unterschiedlichen und vielfältigen Bedürfnissen und Möglichkeiten orientiert“, so die Kinderbeauftragte und stellvertretende Vorsitzende der Kinderlandstiftung. Die umfassende Umsetzung dieses Ansatzes gehe aber nur mit einem Zusammenwirken von Bund, Land und Kommunen in ihrer jeweiligen Zuständigkeit sowie aller gesellschaftlicher Kräfte.

„Unsere Städte und Gemeinden sind sich ihrer Mitverantwortung für ein familien- und kinderfreundliches Umfeld sehr bewusst und nehmen es mit großem Engagement wahr“, würdigte die Ministerin das Engagement der Kommunen. Dies gelte auch für die meisten Unternehmen, die sich im Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte – und hier vor allem um qualifizierte Frauen – befänden und inzwischen entsprechend sensibilisiert seien. Stolz sagte: „Mit vielfältigen betrieblichen Angeboten, insbesondere in der Arbeitszeitgestaltung und Kinderbetreuung, werden sie den Bedürfnissen von Familien mit Kindern zunehmend gerecht.“ Innovative Unternehmen setzen auf familiengerechte Arbeitsplätze anstatt arbeitsplatzgerechte Familien. „Gemeinsam sind wir auf einem guten Weg.“

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