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AOK: Alkoholprobleme bei Jugendlichen nehmen zu – Stuttgart Gesundheit

September 21, 2008 · redaktion · Kein Kommentar

Behandlungszahlen haben sich in den letzten vier Jahren verdoppelt.

Die Zahl der Jugendlichen unter 20 Jahren, die mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert wurden, hat sich in den letzten vier Jahren nahezu verdoppelt. Dies teilt die AOK Baden-Württemberg am Dienstag (16.09.2008) in Stuttgart mit. Wurden im Jahr 2003 noch 726 Jugendliche wegen „akutem Alkoholrausch“ stationär behandelt, waren es 2007 bereits 1477. In allen Jahren waren etwa zwei Drittel der Behandlungsbedürftigen männlich, rund ein Drittel weiblich.

„Diese Entwicklung ist erschreckend“, sagt Dr. Rolf Hoberg, Vorstandschef der AOK Baden-Württemberg. “ Das sogenannte ‚Koma-Saufen‘ wird für uns immer mehr zum Problem. Im Jahr 2007 entstanden der AOK stationäre Behandlungskosten in Höhe von rund 855.000 Euro, was im Vergleich zum Jahr 2003 mit 550.000 Euro einen Anstieg von fast 55 Prozent bedeutet.“

Die Verweildauer der Jugendlichen in stationärer Behandlung blieb mit rund 1,7 Tagen über die Jahre konstant. Zwar fielen die Kosten je Fall in den letzten vier Jahren von 757 Euro (2003) auf 577 Euro (2007), allein die höhere Anzahl an eingelieferten Jugendlichen verursacht jedoch Mehrkosten im höheren Hunderttausender-Bereich.

Die Bundesregierung plant bereits ein nationales Aktionsprogramm zur Alkoholprävention. Erst am Montag (15.09.2008) hatten sich jedoch die Vertreter der Alkoholindustrie heftig gegen die Pläne der Drogenbeauftragen der Bundesregierung, Sabine Bätzing, gewehrt, den Alkoholkonsum von Jugendlichen durch weitere Verkaufs- und Werbeverbote zu beschränken. Dr. Hoberg: „Unsere Zahlen zeigen, dass dieses Problem existiert und dringend etwas dagegen getan werden muss. Dies ist jedoch eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die nicht allein von den Krankenkassen gestemmt werden kann.“

Ein Werbeverbot allein reiche laut Hoberg nicht aus. Es sei elementar wichtig, die Ursachen zu kennen, warum Jugendliche so ungehemmt zur Flasche greifen. Nur so könne man dem gefährlichen Trend, der sich über die Jahre abgezeichnet hat, mit sinnvollen Maßnahmen entgegenwirken.

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