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Theaterhaus Stuttgart – Einigung mit der Landeshauptstadt – Stuttgart Veranstaltungen

September 10, 2008 · redaktion · Kein Kommentar

Die Landeshauptstadt und das Theaterhaus verständigen sich über eine wirtschaftlich tragfähige Grundlage für die künftige Arbeit auf dem Pragsattel
OB Schuster: „Theaterhaus Pragsattel hat sich zu einem Flaggschiff im Kulturleben der Stadt entwickelt“

Die Landeshauptstadt Stuttgart und das Stuttgarter Theaterhaus haben sich über eine wirtschaftlich tragfähige Grundlage für die künftige Arbeit auf dem Pragsattel geeinigt.

So wurde nun in partnerschaftlichen und zielführenden Gesprächen ein Weg gefunden, auf dem die künstlerische Unabhängigkeit und die wirtschaftliche Eigenständigkeit des Theaterhauses weitgehend gewahrt bleibt.

Im Frühjahr 2003 wurde die umgebaute und modernisierte Rheinstahlhalle – einschließlich des Anbaus für Musik der Jahrhunderte, der Sanierung des Verwaltungsgebäudes, dem Bau einer Sporthalle und des Einbaus von Gastronomie – ihrer Bestimmung übergeben. Eine über zehn Jahre dauernde Phase, in der die Idee von einem Umzug des Theaterhauses entstanden, konzeptionell entwickelt, in eine Planung umgesetzt, vom Gemeinderat ein Baubeschluss gefasst, die Finanzierungsfragen geklärt und schließlich die Bauarbeiten durchgeführt wurden, hatte damit ihren Abschluss gefunden. Ziel war es, auf dem Thyssen-Areal die räumlichen Voraussetzungen für eine in dieser Form einmalige Einrichtung für Kultur und Sport zu schaffen.

Im März 2003 sind der Theaterhausverein von Wangen und Musik der Jahrhunderte vom Stuttgarter Westen in die neue Einrichtung gezogen. Seitens des Theaterhausvereins bestand die Erwartung, dass mittel- bzw. langfristig etwa 180.000 Besucher den Weg auf den Pragsattel finden werden, was gegenüber der bisherigen Besucherzahl in Wangen eine Erhöhung von über 50 Prozent bedeutet hätte.

Tatsächlich wurde diese Erwartung mit etwas mehr als 300.000 Besuchern im Jahr 2007 weit übertroffen. Dieser Erfolg ist neben den verbesserten räumlichen Voraussetzungen ganz wesentlich auf die hervorragende Arbeit und das große Engagement der Mitarbeiter und Verantwortlichen auf dem Pragsattel zurückzuführen, die, so Oberbürgermeister Dr. Wolfgang Schuster, mit ihrem Einsatz und ihrer Arbeit das Theaterhaus zu einem Flaggschiff im Kulturleben der Landeshauptstadt entwickelt haben.

Auch und gerade im Hinblick darauf halten es die Stadtverwaltung und die Verantwortlichen auf dem Pragsattel für notwendig, die Blockierung aufzuheben, die im Zuge der Beschlussfassung des Gemeinderats zur abschließenden Finanzierung der Gesamtkosten für den Umbau des Thyssen-Areals entstanden ist. Stattdessen sollen die Voraussetzungen für eine wirtschaftlich tragfähige Grundlage der künftigen Arbeit auf dem Pragsattel geschaffen werden.

Diesem Ziel dienten die in den vergangenen Monaten zwischen der Stadt und den Verantwortlichen des Pragsattels geführten Gespräche, die in einer gemeinsamen Erklärung wie folgt zusammengefasst wurden:

Die Stadtverwaltung unter Federführung von Erstem Bürgermeister Michael Föll, der e.V. und die Stiftung Pragsattel haben in partnerschaftlichen und zielführenden Gesprächen nun einen Weg gefunden, auf dem die künstlerische Unabhängigkeit und die wirtschaftliche Eigenständigkeit des Theaterhauses weitgehend gewahrt bleibt, auch wenn das Grundstück und das Gebäude an die Landeshauptstadt übertragen und zwischen dieser und einer neuen Stiftung Theaterhaus ein Mietverhältnis unterhalten wird, in der diese eine eigentümerähnliche Stellung eingeräumt bekommt.

Dies bedeutet unter anderem, dass die Stiftung die Spiel- und Arbeitsstätten an den Theaterhaus Stuttgart e.V., an Musik der Jahrhunderte und an die Institutionen der Jugendarbeit untervermietet. Außerdem wird sie die eigenständige Verantwortung für das gesamte Gebäudemanagement übertragen bekommen. Die neue Stiftung Theaterhaus wird in der Zweckbestimmung und in der Funktion die alte Stiftung Pragsattel ablösen und außer den bereits beschriebenen Funktionen mit der Förderung von Kunst und Kultur beschäftigt sein. Für den baulichen Erhalt des Hauses wird sie von der Landeshauptstadt mit einer angemessenen Instandhaltungssumme ausgestattet, die jährlich und vertraglich abgesichert, der neuen Stiftung zur Verfügung steht.

Hervorzuheben sind einige Punkte, die die künftige künstlerische Arbeit auf dem Pragsattel besonders berühren: Das bewegliche Vermögen der alten Stiftung wird der neuen überlassen; der Mietvertrag wird eine Dauer von mindestens 30 Jahren haben, wobei die Eintragung einer Dienstbarkeit den unveränderlichen Zweck der Vermietung festlegt, nämlich auf dem Pragsattel Kunst, Sport und Jugendarbeit in den vielfältigen Formen des politischen Theaters, der neuen Musik und des zeitgenössischen Tanzes, der kreativen Jugendarbeit und des nicht vereinsgebundenen Sports anzubieten. Die Parteien der Rahmenvereinbarung erhoffen sich von ihren guten Gesprächen eine Vorlage an die Gremien, die von diesen positiv bewertet und abgestimmt wird, damit ein neues und konstruktives Kapitel in der Kooperation zwischen der Landeshauptstadt und einem ihrer erfolgreichsten Kulturträger aufgeschlagen werden kann.

Abschließend wies der Leiter des Theaterhauses, Werner Schretzmeier, nochmals auf die partnerschaftlichen Gespräche mit dem Ersten Bürgermeister Michael Föll hin, die es ermöglicht haben, dass das verloren gegangene Vertrauen wieder hergestellt wurde: „Dies war auch die entscheidende Grundlage zu der nun vorliegenden, zukunftsorientierten Vereinbarung, die hoffentlich in den kommenden Jahren ihre Qualität unter Beweis stellen kann.“

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