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Arbeits- und Sozialministerin Dr. Monika Stolz: Seniorennetzwerke sind auf dem richtigen Weg

September 5, 2008 · redaktion · Kein Kommentar

Förderung von 100 Gruppen mit je 5.000 Euro geplant

Stuttgart. „Menschen, die Angehörige oder Nachbarn in deren häuslicher Umgebung pflegen, brauchen eine gemeinsame, tragfähige Basis zur Unterstützung und Stärkung ihres Selbsthilfepotenzials“, sagte Arbeits- und Sozialministerin Dr. Monika Stolz. Gruppierungen, die bereits eine enge Bindung an die Werte unseres Gemeinwesens haben, zum Beispiel Kirchengemeinden, kommunale Gemeinden oder Vereine, haben ideale Voraussetzungen, Seniorennetzwerke zu bilden. Sie erfüllen ihren ursprünglichen Auftrag weiter, ergänzen ihn aber in sinnvoller Weise im Interesse pflegebedürftiger Menschen. Die Ministerin erklärte: „Wir brauchen Menschen die Zeit haben für Pflegebedürftige und Ihnen Aufmerksamkeit schenken. Ich hatte deswegen 2006 das mit 48.000 Euro geförderte Modellprojekt Seniorennetzwerke initiiert. Der jetzt vorliegende Abschlussbericht der wissenschaftlichen Begleitung zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind.“

Die Studie stellt Praxiserfahrungen vor, die sich auf neue Initiativen übertragen lassen und möglichst günstige Voraussetzungen für einen Erfolg schaffen sollen. Hervorgehoben wird, dass den Menschen das notwendige Engagement nicht verordnet werden kann. Gefordert wird aber tatkräftige Unterstützung. „Ich freue mich deswegen besonders“, so die Sozialministerin, „dass unsere Bundesratsinitiative, bürgerschaftlich Engagierte für ihren Einsatz für Pflegebedürftige durch die Pflegeversicherung zu fördern, erfolgreich war.“ Die Pflegekassen können seit dem 1. Juli bundesweit 25 Millionen Euro jährlich an Zuschüssen gewähren, bisher waren es nur zehn Millionen Euro. Über drei Millionen entfallen auf Baden-Württemberg. Das Geld fließt nur, wenn die Länder, die Kommunen und die Arbeitsverwaltung Mittel in gleicher Höhe bereitstellen. Der Ministerrat hat aus diesem Grund beschlossen, im kommenden Jahr aus Haushaltsmitteln 125.000 Euro bereitzustellen, mit Mitteln der Kommunen und Pflegekassen kommen 500.000 Euro zusammen. „Für 100 Gruppen je 5.000 Euro, das ist ein guter Anfang“, freut sich die Ministerin. Sie dankte allen Akteuren im Modellprojekt und dem Forschungsteam mit Jutta Arndt, Professor Heinz Bartjes und Professor Eckart Hammer von der Hochschule Esslingen und der Evangelischen Fachhochschule Reutlingen-Ludwigsburg sowie allen Aktiven, die sich in ähnlichen Initiativen engagieren. Darüberhinaus forderte sie die aktive Unterstützung der Verantwortlichen vor Ort: „Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, Geistlichkeit, Vereinsvorsitzende, Führungskräfte in Gesellschaft und Wirtschaft. Allen, die sich mit dem Gedanken tragen, ein Seniorennetzwerk zu gründen, möchte ich ausdrücklich Mut machen.“

Die vom Ministerrat bereitgestellten 125.000 Euro müssen von den Kommunen oder der Arbeitsverwaltung in gleicher Höhe ergänzt werden, zusammen ergibt das 250.000 Euro. Der Zuschuss der Pflegekassen beträgt ebenfalls 250.000 Euro. Damit stehen insgesamt 500.000 Euro zur Verfügung. Damit ist eine Förderung von 100 Gruppen mit jeweils bis zu 5.000 Euro möglich.

Im Rahmen des Forschungsprojektes „Seniorennetzwerke in gemeinwesenorientierten Gruppen in Baden-Württemberg“ wurden in fünf ausgewählten Netzwerken in Birkenfeld, Heilbronn, Lenningen, Konstanz und Ulm die Aktivitäten, Gestaltungs- und Reflexionsprozesse vor Ort begleitet und unterstützt. Der Bericht liefert ausführliches Material zur Frage, was zum erfolgreichen Verlauf im jeweiligen Projekt beigetragen hat: Das Engagement einzelner Führungspersonen, gemeinsame Visionen der Gruppen, deren vielfältige Kompetenzen und Kenntnisse, günstige Strukturen und Rahmenbedingungen, eine finanzielle Absicherung, eine Vernetzung im Sozialraum und eine wirkungsvolle Öffentlichkeitsarbeit.

Download Abschlussbericht Seniorennetzwerke

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