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Umfrage zum kinderfreundlichen Stuttgart

August 13, 2008 · redaktion · Kein Kommentar

Das Thema „Familien- und kinderfreundliche Stadt“ ist einer der Hauptbeiträge im Monatsheft 8/2008 des Statistischen Amts. Grundlage sind die Ergebnisse der siebten Bürgerumfrage 2007, an der sich insgesamt 3650 repräsentativ ausgewählte Befragte beteiligten.
In Stuttgart gibt es rund 305.000 Privathaushalte – je zur Hälfte Ein- und Mehrpersonenhaushalte. In 71 Prozent der Haushalte leben keine Kinder (mehr). In 29 Prozent der Haushalte wohnen und leben erwachsene oder minderjährige Kinder – minderjährige Kinder (insgesamt 89.500) gibt es in 18 Prozent der Haushalte, erwachsene Kinder wohnen in elf Prozent der Haushalte.

Die objektiven Zahlen und Fakten sind die eine Seite der Medaille. Wie aber schätzt die Stuttgarter Bevölkerung die Situation von Familien in ihrer Stadt selbst ein? Wie stark sehen die Stuttgarterinnen und Stuttgarter die Wünsche und Probleme von Familien durch Politik und Verwaltung beachtet?

Im Rahmen der Bürgerumfrage nehmen seit 1997 die Befragten Stellung zu bestimmten Eigenschaften, die auf Stuttgart zutreffen oder nicht zutreffen. Bei der Eigenschaft „familienfreundlich“ urteilten 2007 42 Prozent mit „zutreffend“, nur 13 Prozent urteilten mit „nicht zutreffend“ und 45 Prozent legten sich nicht fest („teils, teils“). Rechnet man dies um auf eine Skala, die von 0 (trifft überhaupt nicht zu) bis 100 Punkte (trifft völlig zu) reicht und als Kommunalbarometer bezeichnet wird, dann ergeben sich daraus, wie schon 2005 und 2003, 58 Punkte. Noch 2001 lag dieser Kommunalbarometerwert bei 55, 1999 bei 54 und 1997 sogar nur bei 53 Punkten.

Bei der Bürgerumfrage 2007 wurde erstmals auch die Eigenschaft „kinderfreundlich“ in den Fragekatalog aufgenommen. Dabei sagten 37 Prozent der Befragten, dass das Image „kinderfreundlich“ auf Stuttgart „völlig“ oder „überwiegend“ zutrifft. 16 Prozent urteilten hingegen „trifft überwiegend nicht“ oder „überhaupt nicht zu“. 47 Prozent konnten sich zu keinem dezidierten Urteil entschließen und kreuzten „teils/teils“ an. Auf dem Kommunalbarometer ergibt das eine Punktzahl von 56.

Die Stuttgarter konnten auch ihre Zufriedenheit mit wichtigen Infrastruktureinrichtungen der Stadt artikulieren. In diesem Zusammenhang von Bedeutung ist die Zufriedenheit mit den „Spielmöglichkeiten für Kinder/Spielplätze“ und „das Angebot an Kindergärten/Kindertagheimen“. Das Kommunalbarometer zeigt im Zeitverlauf seit 1997 eindeutig eine positive Entwicklung. Wurde das „Angebot an Kindergärten/-tagheimen“ 1997 von den Befragten noch mit einer Punktzahl von 52 Punkten auf dem Kommunalbarometer und die „Spielmöglichkeiten für Kinder/Spielplätze“ mit 51 Punkten belegt, erreichten diese kinderspezifischen Infrastrukturangebote 2007 jeweils eine Punktzahl von 61.

Im Zuge der Bürgerumfrage 2007 wurde ergänzend zum Standardfrageprogramm auch ein spezieller Frageteil zum Thema „Familien- und Kinderfreundlichkeit“ eingebaut. Er sollte Erkenntnisse liefern, wie die Bemühungen von Politik und Verwaltung in Stuttgart, das Leben mit Kindern vor Ort einfacher zu machen, wahrgenommen werden.

Auf die Frage, wie stark die Politik und Verwaltung in Stuttgart die Wünsche und Probleme von Familien beachten, antworteten 35 Prozent der Befragten mit „sehr stark“ oder „stark“, 65 Prozent mit „weniger stark“ beziehungsweise „überhaupt nicht“.

Differenziert nach soziodemografischen Merkmalen ergibt sich folgendes Bild: Geschlechtsspezifische Unterschiede gibt es nicht – Frauen und Männer sind in dieser Hinsicht unisono derselben Meinung. Dasselbe gilt für weitere sozialstrukturelle Differenzierungsmerkmale wie den derzeitigen beruflichen Stand, den Erwerbsstatus (erwerbstätig oder nicht erwerbstätig) und den Familienstand. Tendenziell weniger skeptisch sind Befragte mit einem Hochschulabschluss oder einer höheren beruflichen Stellung und mit einem Haushaltsnettoeinkommen von 5000 Euro und mehr. Auch ausländische Befragte aus Nicht-EU-Staaten (42 Prozent) sind eher zufrieden. Während Befragte mit einem Hauptschulabschluss (71 Prozent) sowie Arbeiter (70 Prozent), einfache und mittlere Beamte (75 Prozent), Vorarbeiter/Meister (76 Prozent) sowie Teilzeiterwerbstätige (68 Prozent) hinsichtlich des Beachtens von Wünschen und Problemen der Familien durch kommunale Politik und Verwaltung eher skeptischer sind.

Auffallend ist zunächst, dass der Anteil der Befragten, der die Fragen zur Familienförderung nicht beurteilt beziehungsweise beantwortet hat, relativ hoch ist und zwischen 26 und 53 Prozent schwankt. Hier ist sicherlich ein direkter Zusammenhang mit dem Umstand zu sehen, dass in Stuttgart nur noch 18 Prozent der Privathaushalte Familien mit minderjährigen Kindern und elf Prozent Familien mit erwachsenen Kindern sind.

Bei der Beurteilung konkreter Familienförderungsmöglichkeiten sehen die Befragten den höchsten Handlungsbedarf darin, „bezahlbaren, familiengerechten Wohnraum“ zu schaffen (82 Prozent), gefolgt von „Ganztagsschulen“ (78 Prozent) und der „Tagesbetreuung von Kleinkindern unter drei Jahren“ (77 Prozent).

Bei zwei Familienförderungsmaßnahmen sehen die Befragten mehrheitlich keinen Handlungsbedarf. Das ist zum einen die „Betreuung von Kindern in den Ferien“. 51 Prozent urteilten hier mit „gerade richtig“. Und zum anderen trifft das die Versorgung mit „Spielplätzen/Spielmöglichkeiten im Wohnumfeld“: Hier waren sogar 65 Prozent der Meinung, dass das Angebot in Stuttgart „gerade richtig“ sei.

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