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Studie zu Computern in der Pflege – Stuttgart Senioren Pflegeheime

August 4, 2008 · redaktion · Kein Kommentar

Der Eigenbetrieb Leben & Wohnen der Landeshauptstadt Stuttgart hat in seinen Pflegeheimen ein modernes EDV-gestütztes Pflegedokumentationssystem eingeführt. Eine Studie der Katholischen Universität Eichstätt hat Leben & Wohnen die erfolgreiche Umsetzung bescheinigt.
Bei Angehörigen, Bewohnern und auch bei den Beschäftigten im Pflegedienst entsteht häufig der Eindruck, dass „viel zu viel Zeit für unnötige Bürokratie“ aufgewendet werden müsse. Um den gesetzlichen Dokumentationspflichten gerecht zu werden, bleibe teilweise weniger Zeit für die eigentliche Pflege. Bereits 2004 hat Leben & Wohnen deshalb entschieden, von der handgeschriebenen Dokumentation auf eine moderne Softwarelösung umzusteigen.

2005 und 2006 wurde das Programm zur Pflegeplanung und Pflegedokumentation in allen Einrichtungen bei Leben & Wohnen eingeführt. Ziel des Projektes war es in erster Linie, die Pflegequalität und somit die Zufriedenheit der Bewohner zu erhöhen, den bürokratischen Aufwand zu verringern und eine größere Mitarbeiterzufriedenheit zu erreichen.

Nach Einführung der Software wollte Leben & Wohnen wissen, ob diese Ziele erreicht wurden, und hat deshalb der Arbeitsstelle für Sozialinformatik an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU), Fakultät für soziale Arbeit, den Auftrag für eine wissenschaftliche Studie erteilt. Erstmals wurde in der Altenpflege untersucht, wie sich der Einsatz des Computerprogramms auf Pflegequalität, Arbeitseffizienz und Mitarbeiterzufriedenheit auswirkt.

An der Studie nahmen drei Einrichtungen von Leben & Wohnen teil, die das Programm „SIC-Pflegeassistent“ nutzen. Die Untersuchungsmethodik umfasste eine Befragung von Mitarbeitern und externen Fachkräften, eine Stichprobenanalyse der Pflegedokumentation sowie eine Auswertung externer Qualitätsprüfungsberichte und Literatur.

Die Ergebnisse zeigen in den drei untersuchten Bereichen unterschiedliche, aber erkennbare Nutzeneffekte. So sind drei Fünftel der befragten Pflegekräfte der Ansicht, die Software habe zu einer Verbesserung der Pflegequalität geführt, und zwei Drittel fühlten sich besser über aktuelle Vorkommnisse informiert. Ein ähnliches, jedoch etwas weniger ausgeprägtes Bild, zeigt sich bei den externen Fachkräften.

Auch die Ergebnisse der Dokumentationsanalyse bestätigen diese Daten: Strukturiertheit und Konsistenz haben sich nach der Software-Einführung deutlich verbessert. Die Effekte auf die Arbeitseffizienz sind überwiegend positiv: 61 Prozent der Befragten nahmen eine Zeitersparnis gegenüber dem zuvor eingesetzten handschriftlichen System wahr. Mehr Zeit für Bewohner empfindet aber nur ein knappes Fünftel. Dennoch zeigt sich eine hohe Mitarbeiterzufriedenheit. 93 Prozent der Pflegenden fühlen sich von der Software entlastet.
Allerdings werden bei textbasierten Informationen teils auch Schwächen der elektronischen Dokumentation erkennbar.

Interessant sind diese Ergebnisse insbesondere vor dem Hintergrund des durchschnittlichen Alters der befragten Pflegekräfte von 44 Jahren. Dazu beigetragen haben die Schulung und Anwenderunterstützung, die ebenso wie die Bedienerfreundlichkeit des Programms und der Zugang zu PCs überwiegend positiv beurteilt wurden.

Der Studie kann jedoch keine Repräsentativität bescheinigt werden, da sie sich nur auf den Einsatz eines Programms bei einem Träger bezieht. Dennoch zeigt sie erstmals auf wissenschaftlicher Basis, dass bei Einsatz entsprechender Programme und unter guten Rahmenbedingungen positive Effekte mit der Pflegesoftware erzielbar sind.

Kurzinformationen zu Leben & Wohnen
Der Eigenbetrieb Leben & Wohnen der Landeshauptstadt Stuttgart betreut mit über 800 Beschäftigten an 14 Standorten im Stadtgebiet insgesamt rund 1300 ältere und pflegebedürftige sowie wohnungslose Menschen. Im Bereich der Altenhilfe bietet Leben & Wohnen in zehn Pflegeheimen rund 800 vollstationäre Pflegeheimplätze. Hinzu kommen 40 Plätze in der Tagespflege in drei Einrichtungen.

Eine Altenpflegeschule, ein ambulanter Pflegedienst sowie rund 260 betreute Wohnungen an sechs Standorten runden das Angebot der Altenhilfe ab. In den beiden Wohnheimen der Wohnungslosenhilfe stehen insgesamt 230 Plätze zur Verfügung.

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