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Mercedes-Benz Werk Untertürkheim: 10 Jahre Reihenmotorenwerk Untertürkheim

Juli 29, 2008 · redaktion · Kein Kommentar

Stuttgart – Am 24. Juli 2008 jährte sich die Inbetriebnahme des Reihenmotorenwerks Untertürkheim zum zehnten Mal – zehn Jahre, in denen das Motorenwerk seine Leistungsfähigkeit im weltweiten Produktionsverbund der AG immer wieder neu unter Beweis gestellt hat. Hier begann der Siegeszug der CDI-Dieselmotoren, die mit ihrer Common-Rail-Direkteinspritzung neue Maßstäbe bei den Selbstzündern gesetzt haben. Heute fertigt das Reihenmotorenwerk Vierzylinder-Otto- und Dieselmotoren für Mercedes-Benz Pkws weltweit. Zusätzlich werden hier jährlich über 200.000 Zylinderköpfe für den Einsatz in Nutzfahrzeugen gefertigt.

Stuttgart Aktiv - Mercedes-Benz - Motorenwerk Untertürkheim

Bild: Mercedes-Benz 

„Das gemeinsam Erreichte gilt es auch gemeinsam zu feiern“, stellt Heinz-Werner Marx, Leiter des Produktleistungscenters Motoren, mit Blick auf die Feier zum 10jährigen Bestehen des Reihenmotorenwerks fest. „Zusammen mit rund 600 Mitarbeitern wurde am 18. Juli ein Fest gefeiert – und zwar dort, wo Spitzenleistung tagtäglich erzielt wird: Inmitten unserer Motorenproduktion.“


Seit 1998 liefen im Reihenmotorenwerk Untertürkheim, das sich am Stammsitz der Daimler AG an der Benzstraße befindet, über 2,3 Millionen Dieselaggregate sowie rund eine Million Ottomotoren vom Band. Ihren Erfolg untermauert die Reihenmotoren-Produktion nicht allein durch die hohen Stückzahlen, sondern auch durch eine Reihe von Qualitätspreisen. Zuletzt wurde die Motorenproduktion des Werks Untertürkheim von der Wirtschaftszeitung „Produktion“ und der Unternehmensberatung A.T. Kearney in der Kategorie „Hervorragendes Shop Floor Management“ mit dem Preis „Fabrik des Jahres 2007“ ausgezeichnet.
Das Reihenmotorenwerk bildet gemeinsam mit der Motorenfertigung für die A- und B-Klasse in Untertürkheim sowie dem V-Motorenwerk im Werkteil Bad Cannstatt einen Produktionsverbund, in dem über eine Million Motoren jährlich für die Fahrzeugwerke Bremen, Sindelfingen, Rastatt und Tuscaloosa (USA) hergestellt werden.
Tradition und Moderne
Bereits 1904 hatte die Daimler-Motoren-Gesellschaft ihren Sitz vom nahe gelegenen Bad Cannstatt nach Untertürkheim verlegt und damit den Grundstein für das heutige Werk Untertürkheim gesetzt. Hier, an der Wiege des Automobils, nahm das Reihenmotorenwerk 1998 seinen Betrieb auf: Vier bereits bestehende Werkshallen wurden zu einer neuen, zusammenhängenden Produktionsanlage entlang der Benzstraße vereint – bereits damals eine große Herausforderung für die Planer und Architekten, denn der Platz innerhalb der Werksgrenzen war und ist knapp. Rund 900 Millionen DM wurden in den Bau der Fabrik investiert. „Mit diesem Investitionsprogramm“, so der damalige Leiter des Werks Untertürkheim Herman Haug, „haben wir die Kapazitäten für die Zukunft geschaffen.“
Qualität reihenweise
An einer erfolgreichen Gestaltung dieser Zukunft arbeitet das Werk seither täglich, wie Heinz-Werner Marx, der heutige Leiter des Produktleistungscenters Motoren, betont: „Unsere wichtigste Aufgabe ist es, modernste Motorentechnologie mit einem Höchstmaß an Qualität und Effizienz zu verbinden, indem wir uns konsequent auf die Kernprozesse und die Standardisierung der Abläufe konzentrieren. Damit sichern wir nicht nur die Spitzenposition von Mercedes-Benz, sondern langfristig auch den Standort im Neckartal.“
Um dieses Ziel zu erreichen, geht Marx mit seiner Mannschaft auch unkonventionelle Wege: In unmittelbarer Nähe zu den Produktionsstraßen hat er beispielsweise so genannte „Zahlenecken“ eingerichtet, in denen die aktuellen Qualitätsergebnisse besprochen und in sofortige Maßnahmen zur Qualitätsverbesserung umgesetzt werden. Der Erfolg gibt Marx Recht, denn für ihr Shop Floor Management wurde die gesamte Motorenproduktion des Werks mehrfach ausgezeichnet. In der permanenten Verbesserung der Produktionsprozesse liegt zudem ein hohes Potenzial der Kosteneinsparung, einem wesentlichen Faktor der Wettbewerbsfähigkeit: „Wir optimieren die Prozesse so lange, bis keine kostenintensive Nacharbeit mehr notwendig ist. Schließlich erwarten unsere Kunden zu recht eine 100prozentige Qualität.“
Das Prinzip der kurzen Wege
Das Reihenmotorenwerk ist eng in das gesamte Werk Untertürkheim mit seinen verschiedenen Leistungsbereichen eingebunden. Die gegenseitige Nähe der Bereiche im Neckartal bringt einen entscheidenden Vorteil: Der permanente Austausch mit dem ebenfalls im Werk ansässigen Bereich Forschung und Entwicklung erlaubt kurze Abstimmungswege und die zeitnahe Umsetzung neuer technologischer Lösungen. Die unmittelbare Anbindung an Zulieferer, Anlagenbauer und Dienstleister stellt die dauerhaft hohe Produktionsqualität sicher. Auch in der Logistik profitiert das Werk vom Prinzip der kurzen Wege: Lieferanten-Logistikzentren bündeln die Zuliefer-Logistik, während der Zentralversand im nahen Neckarhafen die termingenaue Belieferung der Fahrzeugwerke rund um den Globus organisiert.
Neue Perspektiven
Reduzierung von Verbrauch und Emissionen, Flexibilität beim Einsatz in unterschiedlichen Fahrzeugtypen, steigende Qualitätsansprüche – die Anforderungen an moderne Antriebssysteme unterliegen einem dynamischen Wandel, der sich vor allem im Motorenbau zeigt. Seit Inbetriebnahme des Reihenmotorenwerks wurden hier elf Baureihen von Otto- und Dieselmotoren produziert, darunter die legendären CDI-Motoren, die dem Selbstzünder einen weltweiten Aufschwung bescherten.
Aktuell bereitet sich das Werk auf die Fertigung einer neuen Dieselmotorengeneration vor, die im Herbst anlaufen wird. Ein neues Produktionsgebäude mit einer Fläche von 17.000 Quadratmetern für die Fertigung der Zylinderköpfe und Kurbelgehäuse der neuen Baureihe ist bereits fertig gestellt. Erstmals kooperiert das Werk bei der Produktion mit einem Werk außerhalb Stuttgarts: Im thüringischen Kölleda wird die neue Baureihe bei der 100prozentigen Tochtergesellschaft der Daimler AG, der MDC Power GmbH, endmontiert.
Menschen und Motoren
Auch wenn die moderne Motorenproduktion auf den Einsatz von Hightech-Maschinen nicht verzichten kann – ohne die Menschen, die den reibungslosen Ablauf der Produktion verantworten, wären die Ergebnisse des Werks nicht zu erzielen. Konsequent werden alle Mitarbeiter in die Prozesse, Zielvorgaben und Entscheidungen eingebunden. Projektbezogene Gruppenarbeit über Hierarchie-Ebenen hinweg, ein hohes Maß an Transparenz und Offenheit sowie die Förderung der Kommunikation untereinander sorgen für eine aktive Beteiligung aller Mitarbeiter an der Leistung des Werks.

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