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Stuttgart und seine Geschichte

Juli 21, 2008 · stuttgarter · Kein Kommentar

Entstehung im frühen Mittelalter: Der große Bruder Bad Cannstatt
Bis weit ins Mittelalter stand Stuttgart im Schatten des viel älteren Bad Cannstatt. An einem wichtigen Straßenknoten und Neckarübergang hatten die Römer am Ende des 1. Jh. n. Chr. das größte und wichtigste Kastell im mittleren Neckarraum errichtet. Nach Abzug der Römer entwickelte sich der Ort zu einem der alemannischen Herzogssitze, bevor Alemannien (oder Schwaben, wie es später hieß) 746 von den Franken unterworfen und ins fränkische Großreich eingegliedert wurde.

Vom Gestüt zur Residenzstadt
Erst 900 Jahre nach den Römern soll Liudolf von Schwaben in der Talerweiterung des Nesenbachs ein Gestüt angelegt haben. Der erste schriftliche Beleg ist die Erwähnung eines Hugo de Stuokarten in einem Schenkungsverzeichnis des Klosters Hirsau um 1160. Das älteste bekannte Siegel der Stadt an einer Urkunde vom Jahre 1312 zeigt einen Schild mit zwei übereinander angeordneten Pferden. Später wurde ein Pferd, das „Rössle“, zur Wappenfigur. In der ersten Hälfte des 13. Jh. erhoben die Markgrafen von Baden den Ort zur Stadt. Stuttgart kam schließlich als Heiratsgut an die Grafen von Württemberg. Diese begannen im 14. Jh., Stuttgart zum Zentrum ihres Territorialstaates auszubauen.

Vom Herzogtum zum Königreich
Der „Münsinger Vertrag“ von 1482 machte Stuttgart offiziell zur Haupt- und Residenzstadt des wiedervereinigten Landes Württemberg. Unter der Regierung von Herzog Ulrich (1503-1519 und 1534-1550) erschütterten Kriege und Bauernaufstände das Land. Trotzdem setzte um die Mitte des 16. Jh. eine rege Bautätigkeit ein: 1542 bis 1544 entstand die Alte Kanzlei am heutigen Schillerplatz und das Alte Schloss wurde zu einer vierflügeligen Anlage mit Arkadenhof umgebaut; 1715 entstand der Prinzenbau. 1806 wurde Wirtemberg zum Königreich erhoben, Friedrich II. war erster König des Landes.

Goldene Zeiten unter Wilhelm I.
Friedrichs Nachfolger wurde 1817 König Wilhelm I. von Württemberg. Er regierte fast 50 Jahre und hinterließ deutliche Spuren in der Stadt. Er ließ auf dem Rotenberg die Grabkapelle für seine erste Frau Katharina bauen, errichtete das Schloss Rosenstein und den bis heute beliebten botanischen Garten „Wilhelma“. An bedeutenden Bauten entstanden außerdem das Wilhelmspalais, das Katharinenhospital, die Staatsgalerie, die Villa Berg, das Kronprinzenpalais und der Königsbau.

Auf dem Weg zur Metropole
In der ersten Hälfte des 19. Jh. Stieg Stuttgart von königlichen Residenz nach und nach zur Industriestadt auf. Vor allem die Übersiedlung von Schillers und Goethes Verleger Johann Friedrich von Cotta machte die Stadt ab 1810 zu einem Zentrum des deutschen Buchhandels und der deutschsprachigen Literatur.
Der Anschluss an das Eisenbahnnetz 1846 zog einen gewaltigen Aufschwung nach sich. Männer wie Gottlieb Daimler und Robert Bosch leiteten eine neue Technik-Ära ein. Hatte Stuttgart 1846 noch 50 000 Einwohner, so waren es 1900 bereits 176 000. Fabriken schossen aus dem Boden. Stuttgart wurde Ende des 19. Jh. endgültig Großstadt, auch durch Firmen, die ihr Weltgeltung verschafften.

Aufblühen und Zusammenbruch der Moderne
Mit dem Bau des neuen Hauptbahnhofes – noch während des Ersten Weltkrieges – wurde die Erweiterung der Innenstadt möglich. Das bekannteste Zeugnis für das moderne Stuttgart war die 1927 entstandene Weißenhofsiedlung, eines der wichtigsten Baudenkmäler des Neuen Bauens. Auch der Tagblattturm von Ernst Otto Oßwald gilt als zukunftsweisend: Er war das erste Sichtbetongebäude Deutschlands und ist mit seinen 61 Metern bis heute das höchste Haus der Innenstadt. Politisch dominierten im Gemeinderat Demokraten und Sozialdemokraten, bei der Oberbürgermeisterwahl 1911 gewann der Kandidat der bürgerlichen Partei, Karl Lautenschlager, nur knapp. Die Revolution am Ende des Ersten Weltkriegs führte zur Abdankung des seit 1891 regierenden Königs Wilhelm II. am 30. November 1918. 1933 wurde Oberbürgermeister Lautenschlager von den Nationalsozialisten zwangs­pensioniert. Während des Zweiten Weltkrieges wird ein Großteil der Stadt zerstört.

Tatendrang in der Nachkriegszeit
Die Alliierten setzten nach dem Krieg Dr. Arnulf Klett als Oberbürgermeister ein, der 1946 bei der Wahl im Amt bestätigt wurde. Flüchtlinge und Heimatvertriebene, seit 1958 auch Gastarbeiter, trugen erheblich dazu bei, dass die auf 266 000 Einwohner zusammen-geschrumpfte Bevölkerung bereits 1950 auf 600 000 angestiegen war. Die Bauweise der Nachkriegszeit prägt bis heute das Stadtbild. 1955 entstand die erste Fußgängerzone Deutschlands,1956 wurden das neue Rathaus, die Liederhalle und der Fernsehturm eingeweiht. Der 211 Meter hohe Fernsehturm war der erste in Europa und ist bis heute Wahrzeichen der Stadt. Banken, Versicherungen und Verwaltungsgebäude sowie Kaufhäuser und Einzelhandel prägten zunehmend das Gesicht der Innenstadt, Industrie- und Wohngebiete entstanden am Stadtrand. Um die Universitäten Hohenheim und Stuttgart entstanden Forschungszentren. Stuttgarter Oberbürgermeister wurde nach dem Tod Kletts 1974 Manfred Rommel. Im Jahre 1996 schied Rommel altershalber aus dem Amt und wurde Ehrenbürger der Stadt. Sein Nachfolger ist seitdem Dr. Wolfgang Schuster.

Stuttgart heute und morgen
Die Bedeutung Stuttgarts beruht neben seiner Entwicklung zum Wirtschafts- und Technologiezentrum auch auf seiner Rolle als Mittelpunkt der Region und Hauptstadt von Baden-Württemberg (seit 1952). Stuttgart ist somit Standort von Landesregierung, Ministerien und Mittelbehörden sowie staatlichen Kultureinrichtungen wie Theater und Galerien. Für die Zukunft hat sich Stuttgart viel vorgenommen: Die Stadt bekommt Anschluss an das internationale Schnellbahnnetz, der Personennah- und des Fernverkehr wird ausgebaut. Der heutige Kopfbahnhof soll einem modernen unterirdischen Durchgangsbahnhof weichen. Am Flughafen entsteht die Neue Landesmesse. Das neue Kunstmuseum und die frisch eingeweihten Königsbaupassagen am Schlossplatz sorgen auch international für Aufsehen und geben dem Schlossplatz ein ganz neues Gepräge.
Landeshauptstadt Stuttgart, Stabsabteilung Kommunikation Telefon 0049 (0)711 / 216-24 53, www.stuttgart.de

Chronik
1. Jahrhundert n. Chr. Errichtung eines römischen Kastells im heutigen Bad Cannstatt.
um 950 Herzog Liudolf von Schwaben legt nahe dem Nesenbach ein Gestüt, einen „Stuotgarten“, an.

um 1160 Erste schriftliche Nennung des Namens „Stukarten“ in einem Schenkungsverzeichnis des Klosters Hirsau.

1321 Graf Eberhard I. macht Stuttgart zu seiner Residenz.
1495 bis 1803 Stuttgart ist überwiegend Haupt- und Residenzstadt des Herzogtums.

1746 Baubeginn für das Neue Schloss
1781 Die Hohe Karlsschule, seit 1775 in Stuttgart, wird Universität. Bekanntester Zögling war Friedrich Schiller.

1803 bis 1805 Haupt- und Residenzstadt des Kurfürstentums;
1806 bis 1918 Haupt- und Residenzstadt des Königreichs Württemberg;
1818 König Wilhelm stiftet das Cannstatter Volksfest.

1846 Inbetriebnahme des Stuttgarter Bahnhofs
1912 Eröffnung des Opernneubaus
1918 bis 1945 Stuttgart ist Landeshauptstadt von Württemberg
1927 Für die Werkbundausstellung wird die Weißenhof-Siedlung errichtet.

1940 bis 1945 Während des Zweiten Weltkrieges wird ein Großteil der Stadt zerstört

1945 bis 1952 Stuttgart ist Landeshauptstadt von Württemberg-Baden
seit 1952 ist Stuttgart Landeshauptstadt von Baden-Württemberg.
1956 Einweihung der Liederhalle, des Fernsehturms und des Neuen Rathauses.

1957 Eröffnung des Neckarhafens
1984 Eröffnung der Neuen Staatsgalerie
1991 Eröffnung des Hegelhauses und des Kultur- und Kongresszentrums Liederhalle (KKL).

1993 Leichtathletik-Weltmeisterschaften und Internationale Gartenbauausstellung (IGA).
1995 Einweihung der neuen Start- und Landebahn des Stuttgarter
Flughafens.

2001 Stuttgart ist Zielort der Deutschland-Tour. Im neu gestalteten
Bosch-Areal wird das Literaturhaus eingeweiht

2005 Seit 1998 wird die Staatsoper zum fünften Mal „Opernhaus des Jahres“. Eröffnung des neuen Kunstmuseums

2006 Anlässlich der FIFA WM 2006TM Fertigeinstellung verschiedener Grossprojekte wie dem Gottlieb-Daimler Stadion, der Mercedes-Benz-Welt, dem VfB Event Center und der Porsche Arena.

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