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Warnung vor Eichenprozessionsspinnern-Stuttgart Gesundheitsamt

Mai 16, 2008 · redaktion · Kein Kommentar

Das Gesundheitsamt und das Garten-, Friedhofs- und Forstamt warnen vor dem Eichenprozessionsspinner. Die Schmetterlingsart befindet sich von Juni bis August im Raupenstadium und sondert in dieser Zeit gesundheitsschädliche Härchen ab.
Ihre Eier legen die früher als selten eingestuften Falter auf Eichen ab, besonders gerne auf freistehenden Bäumen. Mittlerweile ist die Art bei uns heimisch geworden. Menschen kommen in Grünanlagen, Sportgeländen oder Schwimmbädern mit ihr in Berührung.

Ab dem dritten Larvenstadium wachsen den Raupen sehr feine Brennhaare, die leicht brechen und bei günstiger Witterung bis zu 100 Meter weit mit dem Wind fliegen. Diese Haare können eine gesundheitliche Gefährdung für Menschen darstellen. Sie haben Widerhaken, sind hohl und enthalten als Brennsubstanz das Eiweiß Thaumetopein. Haut und Schleimhäute werden gereizt, sobald die Härchen sich festsetzen und eindringen. Das freigesetzte giftige Eiweiß wirkt biochemisch.

Besonders betroffen sind die dünnen Hautpartien im Gesicht, am Hals und an der Innenseite der Ellenbogen. Unmittelbar nach Kontakt kann eine allergische Reaktion auftreten, also ein Juckreiz, dem innerhalb von 24 Stunden insektenstichartige Bläschen, nesselsuchtartige Quaddeln oder lokale rote Flecken folgen. Die Entzündungen klingen in der Regel nach vier bis fünf Tagen ab. Gelangen die Härchen in die Augenbindehaut, kommt es dort zu einer akuten Bindehautentzündung mit Rötung, Lichtscheue und starker Schwellung der Augenlider. Durch das Einatmen der Härchen können auch Entzündungen im Rachenbereich, Schwellungen der Nasenschleimhaut, Bronchitis, schmerzhafter Husten und Asthma die Folgen sein.

Alle beschriebenen Krankheitsbilder können von Schwindelgefühl, Fieber, Müdigkeit und allgemeinem Krankheitsgefühl begleitet werden. In Einzelfällen traten bei überempfindlichen Personen allergische Schockreaktionen auf. Der wirksamste Schutz vor den Brennhaaren ist es, betroffene Areale zu meiden. Folglich sollten die Bäume aufmerksam angeschaut werden, unter denen spazieren gegangen oder verweilt wird. Der Eichenprozessionsspinner ist, wie der Name schon sagt, an der Kettenbildung seiner Raupen bei der Nahrungssuche zu erkennen.

Raupen und Nester sollten nicht berührt und empfindliche Hautbereiche stets geschützt werden. Nach dem Kontakt mit Raupenhaaren ist sofortiges Kleiderwechseln und -waschen sowie ein Duschbad mit Haarreinigung zu empfehlen.

Die Bekämpfung der Nester sollten nur Fachleute durchführen. Allerdings gilt: Nicht in alle betroffenen Gebiete kann eingegriffen werden, beispielsweise nicht in Waldgebiete.

Fragen zu Auftreten und Bekämpfung beantwortet das Garten-, Friedhofs- und Forstamt unter Telefon 216-43 88. Zu gesundheitlichen Aspekten informiert das Gesundheitsamt unter Telefon 216-27 78.

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