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Stadion Umbau kommt – Sportliches Stuttgart

Mai 10, 2008 · redaktion · Kein Kommentar

Neuordnung des NeckarParks auf den Weg gebracht

Mit großer Mehrheit (47 Ja-Stimmen, vier Gegenstimmen und fünf Enthaltungen) hat der Stuttgarter Gemeinderat heute Nachmittag wegweisende Grundsatzbeschlüsse für weit reichende Veränderungen im NeckarPark getroffen. Damit wurde beschlossen, das Gottlieb-Daimler-Stadion in ein multifunktionales Fußballstadion umzubauen. Der Umbau soll Mitte 2009 beginnen und bis Ende 2011 abgeschlossen sein.
Außerdem hat der Gemeinderat die Umbenennung des Stadions in „Mercedes-Benz Arena“ zustimmend zur Kenntnis genommen. Die erste Begegnung unter dem neuen Namen soll das Freundschaftsspiel des VfB Stuttgart gegen Arsenal London am 30. Juli 2008 sein.

Darüber hinaus hat sich der Gemeinderat für den Verkauf von Grundstücken an die Daimler AG und die damit verbundene Neuordnung der Sportanlagen im NeckarPark ausgesprochen. Die Daimler AG plant eine flächenmäßige Erweiterung im Anschluss an die Mercedes-Benz Welt.

„Ich danke dem Gemeinderat für seine Unterstützung“, so Oberbürgermeister Dr. Wolfgang Schuster. „Mit dem Umbau des Gottlieb-Daimler-Stadions erhält der VfB als Aushängeschild Stuttgarts eine neue Heimat. Gleichzeitig schaffen wir für die Leichtathletik und andere Sportarten eine neue, sehr gute Infrastruktur und stärken damit die Sportstadt Stuttgart. Der Daimler AG bin ich für ihr Engagement im NeckarPark sehr dankbar: Die Umbenennung des Stadions und die Erweiterung im NeckarPark stellen ein klares Bekenntnis zum Standort Stuttgart dar.“

Umbau des Gottlieb-Daimler-Stadions

Für das multifunktionale Fußballstadion werden die beiden bisherigen Kurven abgerissen und neue Tribünen gebaut. Diese reichen dann bis an das Spielfeld heran. Indem das Feld um 1,30 Meter tiefer gelegt wird, können zusätzliche Sitzreihen zwischen den Tribünen und dem Spielfeld entstehen. Gleichzeitig werden die im Vorfeld der Fußball-WM erneuerten Tribünen erhalten. Damit bietet das Stadion künftig Sitzplätze für 55.000 Zuschauer. Die Leichtathletik-Laufbahn wird damit künftig entfallen.

In der neuen Mantelbebauung der Untertürkheimer Seite ist eine Sportveranstaltungshalle für rund 2.000 Besucher geplant, die vor allem für die Ballsportarten Volleyball, Basketball, Handball und Hallenhockey geeignet ist. Darüber hinaus sollen zwei kleine Trainingshallen für Sportarten wie Fechten, Tischtennis oder Judo entstehen. Die Sportveranstaltungshalle wird unabhängig vom Stadion zugänglich sein.

Finanzierung des multifunktionalen Stadions

Aus wirtschaftlichen und organisatorischen Gründen soll für den Umbau des Stadions und den Bau der Sportveranstaltungshalle eine Objektgesellschaft gegründet werden, die Stadion NeckarPark GmbH & Co. KG. Der VfB Stuttgart beteiligt sich als so genannter atypisch stiller Gesellschafter mit einer Einlage von 27 Millionen Euro.

Das Stadion wird durch Bestellung eines Erbbaurechts zugunsten der Objektgesellschaft in diese eingebracht. Das Grundstück bleibt im Eigentum der Landeshauptstadt. Die Objektgesellschaft baut für rund 60 Millionen Euro das Stadion zu einem multifunktionalen Fußballstadion um und vermietet es an eine vom VfB Stuttgart zu gründende Betreibergesellschaft. Durch deren Pachtzahlung von jährlich rund 6,3 Millionen Euro kann sich die Objektgesellschaft refinanzieren. Darüber hinaus trägt die Betreibergesellschaft des VfB Stuttgart künftig die gesamten Betriebskosten sowie die laufenden Wartungs- und Instandsetzungskosten in Höhe von über 3 Millionen Euro jährlich. Eventuelle Verluste der Objektgesellschaft gehen – bis zur Höhe der stillen Einlage mit 27 Millionen Euro – ausschließlich zu Lasten der Einlage des VfB. Eventuelle Baukostensteigerungen gehen weder zu Lasten der Landeshauptstadt noch der Stadion KG.

Ab Mitte 2011 wird der Stadthaushalt um den bisherigen Zuschussbedarf für das Stadion von 2,6 Millionen Euro entlastet; außerdem nimmt die Stadt den Erbbauzins von 800.000 Euro ein. Deshalb wird der städtische Haushalt ab 2012 um 3,4 Millionen Euro jährlich entlastet.

Neuordnung der Sportanlagen

Die Daimler AG plant, auf dem Gelände neben der Mercedes-Benz Welt der Öffentlichkeit zugängliche Nutzungen aus den Bereichen Retail, Service und Markendarstellung anzusiedeln. Dafür hat der Gemeinderat heute den Verkauf der Grundstücksflächen beschlossen. Die dort angesiedelten Sportanlagen müssen bis Frühjahr 2010 teilweise verlegt werden.

Demnach wird der VfL Stuttgart auf das Gelände des ESV Rot-Weiß an die Benzstraße verlagert, um künftig dessen Sportflächen mitzubenutzen. Die beiden Vereine stehen mit ihrem Sportangebot in keiner direkten Konkurrenz zueinander und werden sich insofern sinnvoll ergänzen. Um der verstärkten Nutzung gewachsen zu sein, soll die Sportanlage bis auf die Tennishalle und die Tennisplätze komplett neu gebaut werden. Künftig soll die Sportanlage zwei Kunststoffrasenplätze, zwei Beach-Volleyball-Felder, ein Streetballfeld, eine Finnenlaufbahn, ein neues Vereinsheim, fünf Tennisplätze und eine Sporthalle umfassen.

Auf der Anlage des SSC werden ein Sportplatz und die Tennisanlage entfallen. Geplant ist, den bestehenden Rasenplatz in einen Kunststoffrasenplatz umzuwandeln und östlich davon drei neue Tennisplätze zu errichten.

Auch die Bezirkssportanlage Cannstatter Wasen muss neu geordnet werden. Drei Rasenplätze werden durch die Grundstücksveräußerungen entfallen. Dafür sollen an anderer Stelle zwei neue Rasenplätze entstehen. Zusätzlich ist ein neues Funktionsgebäude geplant.

Für die Neuordnung der Vereinssportanlagen sind rund 9 Millionen Euro veranschlagt.

Sanierung des Stadions Festwiese

Das benachbarte Stadion Festwiese ist heute Teil des Olympia-Stützpunktes Stuttgart und zentrale Trainingsstätte für die Leichtathletik in Stuttgart.

Das Stadion umfasst bisher einen Rasenplatz und eine 400-Meter-Rundbahn mit sechs Laufbahnen. Um Leichtathletikveranstaltungen regionaler Bedeutung zu ermöglichen, soll die Rundbahn auf acht Bahnen erweitert und ihr Kunststoffbelag erneuert werden. Darüber hinaus werden die Platzreihen auf der Haupttribüne durch Einzelsitze für rund 1.000 Zuschauer ersetzt. Auf der Gegentribüne mit rund 4.000 Stehplätzen verfügt das Stadion Festwiese dann über eine Zuschauerkapazität von knapp 5.000 Plätzen.

OB Schuster: „Mit einer neuen Sportveranstaltungshalle, die es in dieser Art in der Region Stuttgart noch nicht gibt, stärken wir die Attraktivität des Sportangebots in unserer Stadt. Durch die zusätzliche Neuordnung der Sportanlagen haben wir zudem eine hervorragende Lösung für die betroffenen Vereine gefunden. Mit mehr als 26 Millionen Euro, die die Stadt in Sportanlagen im NeckarPark investiert, verbessern wir das Sportangebot noch einmal nachhaltig.“

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