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Kunst- und Kulturstadt Stuttgart – Ergebnisse der Bürgerumfrage 2007

März 12, 2008 · redaktion · Kein Kommentar

Stuttgarts Bürger sind mit dem kulturellen Angebot in der Stadt sehr zufrieden. Dies ist das Ergebnis einer Untersuchung des Statistischen Amts, die im Rahmen der Bürgerumfrage 2007 durchgeführt wurde.
Ein vom Statistischen Amt der Europäischen Union, EUROSTAT, durchgeführter europäischer Vergleich, an dem sich Stuttgart und andere deutsche Städte mit einer Parallelbefragung beteiligt haben, ergab zudem, dass Stuttgart in der Selbstwahrnehmung seiner Bürger auf Platz sieben liegt – vor Metropolen wie Paris, London, Barcelona und Rom. Im innerdeutschen Vergleich sind lediglich die Münchner und Leipziger beim Thema Kultur noch zufriedener als die Stuttgarter.

Dresden, Hamburg, Frankfurt, Berlin, Nürnberg, Dortmund, Essen und Köln folgen auf den Plätzen zehn bis 20.

„Wir können mit dem Ergebnis der Bürgerumfrage sehr zufrieden sein“, so Dr. Susanne Eisenmann, Bürgermeisterin für Kultur, Bildung und Sport.

Gemeinsam mit dem Leiter des Statistischen Amts, Thomas Schwarz, und dem Leiter des Kulturamts, Dr. Wolfgang Ostberg, stellte sie heute Vormittag die Ergebnisse der Untersuchung bei einem Pressegespräch vor. In diesem Rahmen verwies sie darauf, dass Gemeinderat und Verwaltung in den vergangenen Jahrzehnten intensive Anstrengungen unternommen haben, um das kulturelle Profil Stuttgarts zu schärfen. „Nun sieht man, dass dies richtig war.“ Das Kulturamt werde den Bericht mit den Stuttgarter Kultureinrichtungen intensiv diskutieren, kündigte Ostberg an. „Er kann wichtige Anstöße geben, wie das Angebot und seine Wahrnehmung noch besser werden.“

Die Landeshauptstadt verfügt mit 39 Museen, 23 Theater, sechs Puppen- beziehungsweise Figurentheater, mehreren Kulturzentren, zwei Musical Halls, einem Varieté und einer Vielzahl anderer Veranstaltungsstätten über ein breites Spektrum an kulturellen Einrichtungen. „Als weicher Standortfaktor fördert ein überregional wahrgenommenes Kulturangebot ein positives Außenimage Stuttgarts“, stellte Schwarz fest. „Das Kulturangebot kann ein wichtiges Argument bei der Arbeitsplatzsuche hochqualifizierter Arbeitskräfte sein. Darüber hinaus trägt ein vielfältiges Kulturangebot zur Lebensqualität und damit zur Zufriedenheit der Bevölkerung bei.“

Die Befragten sind mit dem kulturellen Angebot in Stuttgart traditionell sehr zufrieden. Wie bereits bei den letzten Bürgerumfragen wird die Kultur überdurchschnittlich gut bewertet. 80 Prozent der Befragten sind „sehr zufrieden“ oder „zufrieden“ und demgegenüber sind nur drei Prozent „unzufrieden“ oder „sehr unzufrieden“. Im Vergleich mit den anderen Lebensbereichen, die im statistischen Kommunalbarometer untersucht werden, steht das Kulturangebot auf Rang 3 von insgesamt 23. Lediglich die Einkaufsmöglichkeiten und der öffentliche Nahverkehr werden noch positiver bewertet.

In den Einzelbewertungen schneiden die Sparten Theater, Tanz, Ballett, klassische Musik, Oper sowie Ausstellungen in Museen und Galerien sehr gut ab. Kirchenmusik, Chöre, Literatur und Lesungen werden ebenfalls überdurchschnittlich gut bewertet. Etwas schlechter, aber immer noch gut, kommen Pop-/Rock-/Jazzkonzerte, Filmfestivals beziehungsweise das Kommunale Kino und Kleinkunst beim Bürger an. Andererseits hat jeweils rund ein Drittel der Befragten bei den Angeboten in den Bereichen Kirchenmusik, Chöre, Literatur, Lesungen und Kleinkunst die Kategorie „weiß nicht“ angekreuzt. Auch zum Angebot an Pop-/Rock-/Jazzkonzerten und zu den Filmfestivals beziehungsweise zum Kommunalen Kino hat jeder Fünfte keine Erfahrungswerte.

Stadtbezirke

Nicht in allen Stadtbezirken sind die Bürger gleichermaßen zufrieden. Generell werden die Stadtbezirke schlechter bewertet als die Gesamtstadt. Dabei schneiden die kulturellen Einrichtungen in Feuerbach, West, Mitte und Hedelfingen sehr gut ab, während Weilimdorf, Stammheim, Mühlhausen, Untertürkheim, Sillenbuch und Birkach die schlechtesten Zeugnisse erhielten. Mit den kulturellen Veranstaltungen im Stadtbezirk sind die Bürger von Mitte, Münster und Hedelfingen sehr zufrieden. Auch Feuerbach, West, Degerloch, Birkach und Sillenbuch erzielten sehr gute Werte, während Stammheim und Untertürkheim schlecht abschnitten. Die genauen Ursachen für diese Verteilung müssten noch analysiert werden, so Ostberg. Die Versorgung mit Stadtteilbüchereien und Außenstellen der Musikschule könnten nicht als entscheidend angesehen werden.

Eher spielten die Aktivitäten von Stadtteilinitiativen und die Struktur der Bevölkerung eine Rolle.

Nutzungshäufigkeit des kulturellen Angebots

Fast ein Viertel der Befragten zwischen 18 und 24 Jahren und fast ein Drittel der Bürger über 75 Jahre nutzen das kulturelle Angebot nur gelegentlich oder gar nicht. Während bei den jüngeren Befragten dabei unter anderem das Einkommen eine Rolle spielt, führt bei den über 75-Jährigen auch die im Alter abnehmende Mobilität zu weniger Veranstaltungsbesuchen. Das Gefühl, in Stuttgart kulturell gut versorgt zu sein, hat zur Folge, dass die Stuttgarter Bürger das Angebot in der eigenen Stadt deutlich häufiger nutzen als Angebote im Umland. Eine kleine, etwa ein Prozent umfassende Gruppe der Befragten besucht kulturelle Veranstaltungen zwar regelmäßig außerhalb der Landeshauptstadt, jedoch nur gelegentlich in Stuttgart. Hier finden sich überdurchschnittlich viele jüngere Befragte bis 35 Jahre. Da diese Gruppe in der Untersuchung jedoch nur schwach vertreten ist, lassen sich hieraus keine Rückschlüsse ziehen.

Mehr Kultur für Kinder und Jugendliche gewünscht

Insgesamt plädieren die Befragten für eine Ausweitung des kulturellen Angebots. So hält je nach Gruppe zwischen 43 und 63 Prozent der Befragten eine Angebotserweiterung für sinnvoll. Für Einschränkungen beim Kulturangebot votiert dagegen nur eine kleine Minderheit von einem bis zwei Prozent. Speziell bei Kindern und Jugendlichen wird ein besonderer Bedarf gesehen, das Angebot auszuweiten.

Informationen über das Kulturangebot

Drei Viertel der Bürger informieren sich über das Kulturangebot hauptsächlich über Printmedien, insbesondere über die Tageszeitung. Danach kommen Rundfunk, Lokal- und Regionalprogramme des Fernsehens, persönliche Empfehlungen und andere Medien wie Broschüren, Flyer, Plakate. Das Internet wird erst an sechster Stelle genannt, es ist für 38 Prozent der Teilnehmer das hauptsächliche Informationsmedium. Damit liegt es knapp vor den Stadtmagazinen mit 35 Prozent.

„Die durchaus vorhandenen Potenziale sollten Anreiz sein für weitere Anstrengungen, um das vielfältige kulturelle Angebot der Landeshauptstadt im Bewusstsein der Bürger noch präsenter werden zu lassen und damit die Auslastung und den Bekanntheitsgrad der Stuttgarter Kultureinrichtungen weiter zu steigern“, heißt es in dem Bericht. Das große Interesse an Veranstaltungen im Kinder- und Jugendbereich werde in der Informationsarbeit des Kulturamts stärker berücksichtigt. „Wir müssen unsere Anstrengungen zur Kulturinformation verstärken“, so Kulturamtsleiter Ostberg.

„Mit der regelmäßigen Veröffentlichung des Stuttgarter Theaterprogramms haben wir einen wichtigen Schritt zur besseren Information der Bevölkerung unternommen. Wir beabsichtigen, den Informationsservice auch in den anderen Bereichen zu verbessern.“

Anfangszeiten von kulturellen Veranstaltungen

Die meisten kulturellen Veranstaltungen beginnen zwischen 19 und 21 Uhr. Damit sind drei Viertel der Befragten zufrieden. An Veranstaltungen mit einem Beginn zwischen 12 und 17 Uhr sind in erster Linie Senioren ab 75 Jahren interessiert. Insgesamt spielt der Wunsch nach einem Veranstaltungsbeginn am Nachmittag mit acht Prozent aber eine vergleichsweise geringe Rolle. Wesentlich häufiger genannt wird der Wunsch nach Veranstaltungen am frühen Abend zwischen 17 und 19 Uhr.

An einem früheren Veranstaltungsbeginn sind überdurchschnittlich häufig Senioren interessiert. So wünschen sich dies 42 Prozent der 65- bis unter 75-Jährigen und über die Hälfte (53 %) aller Befragten, die 75 Jahre und älter sind. Für jüngere Befragte spielt ein solch früher Beginn eine etwas geringere Rolle. Allerdings sind auch in allen Altersklassen zwischen 18 und 45 Jahren für jeweils rund ein Fünftel der Befragten Veranstaltungen am frühen Abend wünschenswert. Vielleicht findet gegenwärtig im Zuge der mittlerweile etablierten „After-work-parties“ eine allgemeine Veränderung des Nachfrageverhaltens statt.



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