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Auerochsen-Salami und seltene Paradeiser-Sorten – Slow Food Stuttgart

Februar 18, 2008 · redaktion · 1 Kommentar

Auerochsen-Salami und seltene Paradeiser-Sorten

Die schönste und größte Probierstube im Land: Auf der zweiten Slow Food Messe in Stuttgart erfährt Essen und Trinken eine neue Wertschätzung

Das gibt’s nur einmal, das kommt nie wieder? Von wegen. Vom 3. bis 6. April geht die im vergangenen Jahr mit rund 200 Ausstellern und 10.000 Besuchern erfolgreich gestartete Slow Food Messe in die zweite Runde. Diesmal in den Hallen der Neuen Messe Stuttgart beim Flughafen. Gemäß dem Slow Food-Motto „gut, sauber und fair“ dreht sich auf dem Markt des guten Geschmacks vier Tage lang alles um Genuss und Ernährung par excellence. Die Aussteller verhelfen vergessenen Gemüse- und Obstsorten, Nutztierrassen, traditionellen Anbau- und Herstellungsmethoden zu neuer Blüte und nehmen die Besucher mit auf eine sinnliche Entdeckungsreise.

Anias Dinse war nach seinem Besuch der ersten Slow Food Messe im Juni 2007 in Stuttgart überzeugt: „Das ist der perfekte Rahmen für meine Produkte.“ Dieses Mal ist der Inhaber eines Internet-Versandes ausgesuchter Köstlichkeiten als Aussteller dabei. Und er hat nicht nur außergewöhnliche Leckereien, wie die Auerochsen-Salami vom Heckrind aus dem Naturpark Sölling-Vogler, im Gepäck. Er bringt auch interessante Produzenten mit, deren Erzeugnisse er in „Dinses Culinarium“ online vertreibt.

Zum Beispiel ein Unikat wie der Kochprofi Ingo Holland. Von seinem „Alten Gewürzamt“ in Klingenberg aus verschickt er feinste selbst komponierte Gewürzmischungen an Deutschlands Köche-Elite. Oder Erich Stekovic. Der Paradeiser-Kaiser aus dem Burgenland baut 3000 verschiedene Tomatensorten an, darunter viele selten gewordene Sorten, die besonders aromatisch sind. Sie werden zum Beispiel langsam im Steinofen getrocknet, was den Geschmack der Tomaten intensiviert, dann von Hand in Rapsöl eingelegt und so konserviert. „Kein Vergleich zu dem, was man sonst als getrocknete Tomaten bekommt“, versichert Dinse, der schon selbst auf den Tomatenfeldern mitgearbeitet hat. Es sei ihm wichtig, ein Gefühl dafür zu entwickeln, wie viel Arbeit, Pflege und Kenntnis in der Herstellung eines guten Produkts stecken. Nicht die Exklusivität sei maßgeblich, sondern die Tatsache, bäuerliches Wissen und rar gewordene Feldfrüchte oder Nutztiere langsam wieder im Gedächtnis und in der Küche zu verankern. Ganz im Sinne von Slow Food.

So sieht das auch Hans-Heinrich Huss aus Freising, ein weiterer neuer Aussteller auf der Slow Food Messe. Feinschmecker und die gehobene Gastronomie reißen sich um seine luftgetrockneten Eichelschwein-Knochenschinken, um den Speck und die Wurstwaren. Der Agrar-Ingenieur hat im Rahmen seiner Diplom-Arbeit eine uralte, vergessene Art der Viehhaltung wiederbelebt, an der nicht nur die Schweine und später die zweibeinigen Genießer ihren Spaß haben: Huss hält das Vieh in einem fränkischen Eichenwald, wo das Futter sozusagen auf die Tiere herunter regnet. Nebenbei pflegen die Vierbeiner die Landschaft, indem sie ihn mit ihrem guten Appetit und ihrer Bewegung auf natürliche Weise auslichten.

Die Herde ist bislang relativ klein. Gerade 150 Tiere wurden zuletzt geschlachtet. Der luftgetrocknete Knochenschinken ist schon wieder ausverkauft. „Der luftgetrocknete Speck kommt dem aber im Geschmack sehr nahe. Das ist mein persönlicher Geheimtipp“, sagt Huss. Und dann wäre da noch die neue Edel-Schimmelsalami, die er erstmals auf der Slow Food Messe präsentieren wird.

Ludwig Failenschmid wird dagegen zum zweiten Mal als Aussteller auf der Slow Food Messe seine Produkte präsentieren. Seine Familie hat das, wonach Städter sehnlichst und mittlerweile oft vergeblich suchen, wenn sie am Wochenende ins Grüne fahren: einen Landgasthof mit Metzgerei. Im „Hirschen“ in Gächingen kommt auf den Teller, was manche nur vom Hörensagen kennen. Auf Mutter Roses Wochenkarte stehen frische Nieren mit Kutteln, gekochte Bäckle, gekochte Ochsenbrust, gefüllte Kalbsbrust. In der Metzgerei gibt es 150 verschiedene Wurstsorten. Ludwig Failenschmid bezieht das Fleisch aus einem Umkreis von etwa 20 Kilometer bei Bauern, die schon seinen Vater belieferten. Er weiß, da kommen weder Tiermehl noch synthetische Aufbaustoffe in den Trog. Persönlicher Vieheinkauf, kurze Wege für den stressfreien Transport, Schlachtung und Verarbeitung im Haus garantieren eine lückenlose Qualitätskontrolle. Ob man einen Unterschied schmeckt? Einfach Ausprobieren. Auf der Slow Food Messe.

Die Slow Food 2008 beginnt am Donnerstag, 3. April, und endet am Sonntag, 6. April 2008. Die Öffnungszeiten: Donnerstag bis Samstag von 10 bis 20 Uhr und am Sonntag von 10 bis 18 Uhr.

Eintrittspreise: Die Tageskarte kostet 12 € (inkl. VVS), Kinder bis 6 Jahre (in Begleitung Erwachsener) bezahlen keinen Eintritt, wenn sie älter sind, bezahlen sie 5 €. Die Familienkarte (zwei Erwachsene mit Kindern unter 16 Jahren) gibt es für 25 € (inkl. VVS). Ermäßigte Tickets (für Schüler, Studenten, Erwerbslose und Umschüler vom Arbeitsamt, Wehr- und Zivildienstleistende, Rentner und Schwerbeschädigte) kosten 8 €. Bei Gruppen bezahlt jeder ebenfalls 8 €. Die Dauerkarte ist für 30 € zu haben, Schulklassen in Begleitung eines Lehrers kommen am Donnerstag und Freitag gratis auf die Messe. Während der Happy Hour ab 16 Uhr (außer Donnerstag) kostet der Eintritt 6 €. Die Karten berechtigen zum Besuch der Parallelveranstaltungen „Garten“ und „Antiquitäten.Design.Raum“.

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