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Faszination Shaolin Kung Fu – Part II – Theaterhaus Stuttgart – 9. März 2008 – Eintrittskarten

Januar 30, 2008 · redaktion · Kein Kommentar

Einerseits das älteste systematische Kampfsystem der Welt, anderseits eine elementare Lebensphilosophie mit einem ganzheitlichen Ansatz. Die Shaolin-Mönche sehen den Menschen als Einheit von Körper, Geist und Seele. „Shi Fu – Part II“ ist deswegen nicht nur eine Show der Superlative mit sektakulären Hard-Qi-Gong Übungen, sondern zeigt auch Grundlagen, die der Lehre des Zen-Buddhismus entstammen.

Shi Fu ist die an den Meister gerichtete Anrede und Part II ist nach dem sensationellen Erfolg der letztjährigen Tournee „Shi Fu – Die Gala der Meister“ nicht weniger als die triumphale Rückkehr zahlreicher Landes- und Weltmeister, vereint in einer Galashow, die eindruckvoll die herausragenden Fähigkeiten der Kämpfer und Mönche demonstriert. Wenn Steinplatten nur durch die Kraft von Händen zerbersten, wenn Eisenstangen wie Streichhölzer knicken, wenn sich Speere in den Körper bohren ohne ihn zu verletzen und einfache Nadeln Glasscheiben durchschlagen, sind dies keine faulen Tricks, sondern Zeugnisse der einzigartigen Fähigkeiten der Meister. Der Gang über die Schwertleiter oder das Nadelbrett als Schlafstätte sind weitere unbegreifliche Übungen, die den Beweis der Überlegenheit des Shaolin Kung Fu erbringen.

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Überlegenheit dank eines Konzepts, das mehr als 1500 Jahre überdauert hat – welche Strategie hält dieser Spanne stand? Das Geheimnis der Strategie liegt im einfachen Erkenntnisgewinn unverrückbarer Wahrheiten. Einfach? Je unglaublicher viele Dinge sind, desto so tiefer gründen sie meist auf elementaren Erfahrungen, die durch den Blickwinkel der scheinbar gültigen Wissenschaften längst so verstellt sind, dass deren Authentizität, deren Ursächlichkeit schlichtweg bezweifelt wird.

Mentale Stärke macht die Mönche unbesiegbar

Im Mittelpunkt des Shaolin-Prinzips steht die Lebensenergie Qi, die nicht nur den Menschen erfüllt, sondern alles Leben, also sämtliche Pflanzen und Tiere. Nur wenn Qi ungehindert und frei fließen kann, ist das Lebewesen gesund. Qi ist Energie und Energie ist Schwingung. Durch das Denken können die Schwingungen des Körpers verändert werden. Es ist das Denken und das Bewusstsein, das die Shaolin-Mönche unbesiegbar macht, also ihre mentale Stärke. Durch ihr Denken sind sie in der Lage, Energie richtig zu steuern und sie da einzusetzen, wo sie gebraucht wird. Und so wird im Shaolin Kung Fu in erster Linie der Geist trainiert und dann erst der Körper, der ohne den Geist nicht funktioniert, geschweige denn Höchstleistungen vollbringen kann, wie sie die Meister in „Shi Fu – Part II“ zeigen.

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Meditation ist seit jeher die Grundlage des Shaolin Kung Fu, um den Geist zu formen, ihn zu trainieren. Der Legende nach ging der buddistische Mönch Bodhidharma, der im Jahre 523 aus Indien ins Shaolin Kloster kam und dort die Grundsätze des Chan-Buddismus entwickelte, neun Jahre lang täglich allein in eine Berggrotte, um zu meditieren. Bodhidharma soll es auch gewesen sein, der den Mönchen besondere Atemtechniken und gymnastische Übungen lehrte, um ihnen die Strapazen des religiösen Lebens zu erleichtern.

Hart arbeiten und sorgfältig studieren

Shaolin Kung Fu entwickelte sich zwischen den Polen Ruhe und Bewegung. Eine Bewegungsmeditation, daher sind viele Übungen auch nicht auf Kampfsituationen anwendbar. Kung Fu heißt ursprünglich nichts anderes, als hart und intensiv arbeiten, sowie sorgfältig studieren. Im Hochchinesischen bezeichnet man alles als Kung Fu, das harte und intensive Arbeit verlangt. Auch die Kampfkunst ist harte Arbeit, doch der Überbegriff für alle Kampfkünste ist Wushu. Und das bedeutet soviel wie aufhören zu kämpfen. Damit wird klar, dass die Kampfkünste eigentlich der Vermeidung der körperlichen Auseinandersetzung dienen. Shaolin Kung Fu ist, wie gesagt, ein Lebensentwurf und kein Sport, auch wenn das Shaolin Kung Fu körperlich anstrengende und sich stets aufs Neue wiederholende Bewegungsübungen erfordert. Da viele Techniken auf ernsthafte Verletzung oder gar Tötung des Gegners ausgelegt sind, kann man Shaolin Kung Fu nicht als Wettkampf im Sinne von Sport oder Sparring betreiben. Entscheidend ist auch, dass es im Shaolin Kung Fu keine Graduierungen wie etwa verschiedene Gürtel gibt. Shaolin-Schüler lernen und verbessern sich ein Leben lang, die Aus- und Weiterbildung ist auch dann nie abgeschlossen, wenn sie alle bekannten Höchstschwierigkeiten meistern können.

Im Shaolin Kung Fu ist es besonders wichtig von leichten bis zu schweren Übungen immer schrittweise vorwärts zu gehen und sich dabei moralisch und charakterlich zu vervollkommnen. In Kombination mit den körperlichen Fähigkeiten ist es dieser Anspruch und das fortwährende Streben nach Vollkommenheit, nach innerer Schönheit, die das Shaolin Kung Fu so attraktiv machen. Es ist nicht nur einer der wichtigsten Bestandteile der chinesischen Kultur, sondern ein überaus wertvolles Kultur-Erbe der Menschheit, das weltweit Seinesgleichen sucht.

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Dengfeng – Zentrum renommierter Shaolin-Schulen

Die Meister und Schüler, die in „Shi Fu – Part II“ die Faszination des Shaolin Kung Fu demonstrieren, stammen aus Dengfeng, einer Stadt in der Provinz Henan, die nur wenige Autominuten vom Shaolin Kloster entfernt ist. Nachdem die Shaolin-Mönche in der Kulturrevolution aus dem Kloster vertrieben wurden, hat die chinesische Regierung inzwischen den touristischen Wert der Shaolin- Tradition erkannt und wieder Mönche in den Tempel gelassen. Im Jahre 1999 wurde der Betmönch Shi Yong Xin als Abt des Klosters installiert, der 2001 die vielen Kampfkunst-Schulen, die sich in unmittelbarer Nähe des Klosters angesiedelt hatten, zusammen mit dem Shaolin Village abreißen ließ, weil sie seiner Ansicht nach eine Gefahr für die traditionellen Werte des Klosters darstellten. Die betroffenen Schulen wurden mit entsprechenden Grundstücken in Dengfeng entschädigt, das so zu einem der Zentren für Shaolin Kung Fu wurde. Die zahlreichen und sehr renommierten Schulen ziehen sehr viele Schüler an, deswegen wuchs die Stadt schnell auf 60 000 Einwohner an.

Affenboxen, Neun-Ringe-Säbel und Zwei-Finger-Chan

Die einzigartige Galashow „Shi Fu – Part II“ zeigt neben den atemberaubenden Höchstleistungen, diversen Übungen mit und ohne Waffen auch einige elementare Techniken, um dem Publikum einen kleinen Einblick in die vielfältigen Trainingsformen und in den Tagesablauf der Schüler zu geben. Der beginnt bereits um fünf Uhr morgen, ist extrem anstrengend und kennt nur wenig Freizeit. Es bedarf schon eines außergewöhnlichen Willens, einer guten körperlichen Konstitution und eines beharrlichen Geistes, um vom Schüler zum Meister zu reifen. Vereinfacht heißt die Formel: Kung Fu ist Zeit plus Schweiß.

Die 18 Luohan-Handformen, die der Legende nach auf Bodhidharma zurückgehen und so blumige Namen wie „Jiang Tai Gong geht fischen“ oder „Links, rechts das Pferd betrügen“ haben, gehören zu den gymnastischen Grundübungen. Sehr bekannt sind auch die verschiedenen Tierstile. Die Kampfmönche beobachteten Verhaltensmuster von vielen Tieren in Konfliktsituationen, imitierten sie und entwickelten daraus Stile wie Affenboxen, Gottesanbeterin-Boxen, Schlangenboxen, Entenboxen, Tigerboxen, Skorpionboxen, Adlerboxen, Froschboxen. Das Grundprinzip vieler Boxstile schreibt dem Körper die Funktion eines Bogens zu, die Hände sind wie Pfeile zu gebrauchen, die Taille wie eine Spirale und die Füße wie Bohrer. Die Stile bestehen aus einer Abfolge verschiedener Grundstellungen, die harmonisch, kraftvoll und dynamisch als Einheit vollzogen, ihre Wirkung auf den Gegner zeigen. Oft haben sich die Mönche physikalische Gesetze zueigen gemacht, um etwa mit Schwunggriffen Gewichts- oder Kraftnachteile auszugleichen. Das Training bestimmter Bewegungsabläufe, Taolu genannt, nimmt breiten Raum in der Ausbildung ein, denn schließlich müssen die verschiedenen Formen den Schülern in Fleisch und Blut übergehen und praktisch im Schlaf beherrscht werden.

Die vier Hauptwaffen Schwert, Säbel, Speer und Stock gibt es in den verschiedensten Ausprägungen, Formen und Kombinationen und werden so zu Doppel-Hacken mit Tigerkopf, Säbel plus Peitsche, Neun-Ringe-Säbel, Drei-Teile-Stock oder Neun-Teile- Peitsche. Aber auch viele Alltagsgeräte wie Krückstock, Schaufel, Besen oder Löffel wurden von jeher als Waffen gebraucht und teilweise umfunktioniert. Die Benutzung – man spricht von langen, kurzen und weichen Waffen – verlangt schnelle, heftige und präzise Bewegungen. Und weil jede Waffe eigene Eigenschaften hat, die Handhabung und Einsatzzweck bedingen, entstanden erneut viele Bewegungsabläufe.

Im Shaolin Kung Fu gibt es viele Übungen, die schon Kinder trainieren und das Ziel haben den Körper bis ins hohe Alter geschmeidig und zäh zu machen. Diese Übungen halten Körper und Geist für immer jung und wirken der Trockenheit und Härte des Alters entgegen.

Bei den besonders spektakulären Übungen kommt der Konzentration von Qi auf bestimmte Körperstellen eine herausragende Bedeutung zu. Wenn Ziegelsteine, Stahlplatten und Eisenstangen mit der Stirn zerschlagen werden oder Stäbe an Hals oder Weichteilen brechen, ist höchste Konzentration erforderlich. Die Kämpfer lassen alle Energie an wenige Punkte fließen. So werden sie unempfindlich gegen Schmerz und können Höchstleistungen wie beim sagenumwobenen Zwei-Finger-Chan vollbringen. Hier werden das Qi der Erde und das Qi der Bauchatmung kombiniert, um eine punktuelle Kraftentfaltung zu ermöglichen. Die geballte Konzentration von kosmischer und irdischer Energie auf bestimmte Punkte im und außerhalb des Körpers ist natürlich auch nötig, um einfache Nähnadeln durch Glasscheiben zu werfen, um über eine Leiter aus scharfen Schwertern klettern zu können, um mit dem Bauch auf einer Stahlgabel zu liegen oder um unverletzt zu bleiben, wenn man vom Gegner mit einem Speer oder einem Spieß attackiert wird. Nur wer einen gut trainierten Körper hat und einen unbeugsamen Willen hat, kann dies unbeschadet überstehen. Denn: Wille ist stärker als Substanz.

„Shi Fu – Part II“ zeigt zahlreiche Facetten des Shaolin Kung Fu auf überaus spannende und höchst unterhaltsame Art und Weise. Wenn die Mönche und Meister die Bühne verlassen, ernten sie immer stehende Ovationen und hinterlassen häufig ratlose Zuschauer, die nicht fassen können, was alles menschenmöglich ist.

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