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Energiekosten stehen im Blickpunkt der Gastronomie-Branche – Intergastra Stuttgart

Januar 23, 2008 · redaktion · Kein Kommentar

Energiesparende und umweltfreundliche Technik und Ausstattung sind wichtige Schwerpunkte auf der 2008

Bei der Konjunkturumfrage des Baden-Württemberg im vergangenen Herbst nahmen in der Rangliste der wichtigsten Branchenprobleme die Energiekosten erstmals die Führungsposition ein. Bei der derzeitigen Entwicklung steht zu befürchten, dass sie diese Spitzenposition lange behaupten, denn die Energiekosten explodieren. Die Frage nach der Energieeffizienz wird für Betriebsinhaber daher immer brennender. Antworten darauf finden die Besucher vom 9. bis 13. Februar auf dem neuen Stuttgarter Messegelände. Bei der 24. INTERGASTRA, Internationale Fachmesse für Hotellerie, Gastronomie, Catering, Konditorei und Café, werden zahlreiche Aussteller Problemlösungen zu diesem Bereich anbieten.

Denn es ist keinesfalls so, dass die Verbraucher ohnmächtig die ständigen Teuerungswellen auf dem Energiesektor hinnehmen müssten. Moderne Technik und intelligente Sparmaßnahmen können die Kosten spürbar drücken. In welchem Umfang das in gastgewerblichen Betrieben möglich ist, macht Sven Eckardt, Energieberater des DEHOGA-Landesverbandes Baden-Württemberg, deutlich: „Sechs bis acht Prozent des Umsatzes entfallen durchschnittlich auf den Bereich Energie. Umweltfreundliche Betriebe mit hohem Umsatz wenden hierfür jedoch lediglich zwei bis drei Prozent auf.“

Diese Zahlen machen deutlich, wie groß das Einsparpotenzial ist. Dass es für die Betriebe immer wichtiger wird, dieses Potenzial zu nutzen, wissen auch die Zulieferer und versuchen, Lösungen anzubieten. Ein Beispiel dafür liefern die drei großen Hersteller von gewerblichen Spülmaschinen. Hobart und Meica in Offenburg sowie Winterhalter in Meckenbeuren. Sie haben in den Jahren seit der INTERGASTRA 2006 viel in die Weiterentwicklung ihres Angebots investiert. Eine bessere Ausnutzung von Energie und Wasser, damit einhergehend weniger Chemieverbrauch sowie mehr Wirtschaftlichkeit und höherer Komfort waren dabei die dominierenden Themen. Auch wenn die Ergebnisse wegen der unterschiedlichen Ausgangslage nicht vergleichbar sind, können sie sich sehen lassen: bis zu 50 Prozent weniger Wasserverbrauch, bis zu 80 Prozent weniger Reinigungsmittel und beim Strom Einsparungen bis zu 30 Prozent versprechen die drei führenden Spültechnik-Hersteller.

Das sind Beispiele dafür, dass neben energiebewusstem Verhalten und der Tarifüberprüfung vor allem die richtige Technik beim Energiesparen hilft. Christoph Schäffer wie Eckardt als Energieberater für den DEHOGA tätig, nennt dafür als kleines Beispiel die „No Frost“-Steuerung bei Kühlgeräten: Sie spart nicht nur Zeit für das Abtauen, sondern auch Energieverbrauch: Eine zwei Millimeter dicke Eisschicht bringt zehn Prozent mehr Stromverbrauch. „Die Leute sind sprachlos“, beschreibt Schäffer die Reaktion seiner Kunden, wenn er bei Betriebsbegehungen darauf aufmerksam macht, wobei er häufig nicht zwei, sondern fünf bis zehn Millimeter dickes Eis in den Geräten antrifft.

Die DEHOGA-Berater wissen, dass der Markt viele Möglichkeiten bietet, den Energieverbrauch und die Kosten zu senken: Eine Anlage zur Lastspitzen-Optimierung hilft zum Beispiel all jenen, deren Strompreis sich unter anderem nach den Spitzenverbrauch richtet. Eine Überprüfung der Energieeffizienz älterer Geräte wie Waschmaschinen und Kombidämpfer sowie ein Vergleich mit dem heutigen Angebot der Hersteller kann sich genauso lohnen wie der Umstieg auf die Induktionstechnik beim Herdblock in der Restaurantküche. Der bringt nicht nur beim Energieverbrauch eine enorme Entlastung, sondern auch bei der Entlüftung, die schließlich auch Energie frisst. In moderne Technik zu investieren ist für Christoph Schäffer der richtige Weg, denn „viele Geräte amortisieren sich schon in wenigen Jahren“.

In Hotels sind die Energiekosten nicht nur höher, sondern – wegen des Gästeverhaltens – auch schwieriger in den Griff zu bekommen als in der Gastronomie. Doch auch das lässt sich regeln. Sven Eckardt wählt dafür das Beispiel des Warmwasserverbrauchs, weil der im Hotel besonders hoch sind, denn Touristen verbrauchen im Gegensatz zu Einheimischen mehr Wasser. So benötigt ein Tourist rund 300 Liter pro Tag, im Gegensatz zum durchschnittlichen Verbrauch im Haushalt, der zwischen 80 und 150 Liter liegt, weiß der Fachmann und rechnet vor, dass bei 50 Zimmern allein durch den Einbau neuer Duschköpfe und Durchflussbegrenzer mehr als 12000 Euro gespart werden können.

Für Hotels ab einer bestimmten Größe kann sich die Einführung eines intelligenten Schließsystems lohnen, zum Beispiel mit einer Keycard, mit der ein Gast den Hauptschalter im Zimmer aktiviert muss. Das sorgt dafür, dass Beleuchtung und Standby-Schaltung beim Fernsehgerät nur Energie verbrauchen, wenn der Gast tatsächlich auf dem Zimmer ist. Doch selbst dann lohnt es sich nach Überzeugung von Sven Eckardt, über die Beleuchtung nachzudenken: „Durch gezielte Auswahl effizienter Leuchtmittel und Leuchten sowie intelligenten Schaltungen kann der Stromverbrauch dafür erheblich reduziert werden.“ Mit seiner Erfahrung aus zahlreichen Beratungen in Gastronomie- und Hotelbetrieben weiß er, dass daneben auch technische Maßnahmen wie der Einbau von Bewegungsmeldern, Nachlaufrelais, Zeitschaltuhren, Dämmerungsschalter oder Aufteilung von Schaltkreisen den Stromverbrauch reduzieren helfen. Kaum ein Thema ist so vielschichtig und wirkt in so viele Betriebsbereiche hinein wie die Frage nach der Energieeffizienz. Ein Blick in das Ausstellerverzeichnis der Stuttgarter Fachmesse zeigt: Führende Hersteller energiesparender Technologien sind auf der INTERGASTRA vom 9. bis 13. Februar 2008 präsent und machen den Besuch der Branchenfachmesse in Sachen Energiekosten-Optimierung zu einer lohnenswerten Investition.

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