Skitouren durch den Tiefschnee oder Bergwanderungen erfordern größte Anstrengungen. Da ist jedes Kilo auf dem Rücken eine Last. Tanja Meike Arnold, Architekturstudentin der Universität Stuttgart, hat dafür die Lösung erfunden: Ihr Rucksack „Hiker“ ist Zelt, Rettungsschlitten und Schutz in einem, lässt sich mit weiteren Modulen koppeln und ist zudem viel leichter als bisherige Anwendungen. Damit gewann sie den ersten Preis des Existenzgründerwettbewerbs „Test your Ideas“ der Universitäten Hohenheim und Stuttgart.
Ihr „Hiker“ ist mit insgesamt sieben Kilogramm Gewicht leichter als andere handelsübliche Rucksäcke dieser Art und besteht aus einer Hartschale, die zugleich als Rückenprotektor fungiert. Zudem sind Stangen an ihm befestigt, die im Nu zu einem Zelt mit Liege oder zu einem Rettungsschlitten zusammengebaut werden können.
Die Idee kam Tanja Meike Arnold im Verlauf eines Seminars des Instituts für Tragkonstruktion und konstruktives Entwerfen der Universität Stuttgart im Wintersemester 2005/2006. Sie baute daraufhin innerhalb von drei Wochen eigenständig einen Prototyp, der derzeit noch optimiert wird. Wenn Tanja Meike Arnold ihre Diplomarbeit beendet hat, wird sie das Projekt „Hiker“ vorantreiben und sich ein Patent sichern. Um mit ihrer Erfindung irgendwann in Serie gehen zu können, plant die Architekturstudentin mit verschiedenen Firmen zu kooperieren. Allein ist das nicht zu schaffen, da schon große Outdoor-Firmen „etwa drei Jahre brauchen, bis ihr Produkt auf den Markt kommt“, erklärt sie. Der Preis des „Hikers“ wird voraussichtlich bei 500 bis 600 Euro liegen.
Die Zukunft der Existenzgründerin sieht recht rosig aus: Experten gehen in den nächsten Jahren von einem Wachstum des Outdoor-Marktes von vier bis fünf Prozent aus.
Quelle: Universität Hohenheim
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