- Sammlung mit abstrakt-konstruktiver, konzeptueller und minimalistischer Positionierung umfasst 1.800 Werke von rund 600 deutschen und internationalen Künstlern
- Kulturelles Engagement zeigt sich in einer Vielzahl von Initiativen und Fördermaßnahmen
Stuttgart – Seit 30 Jahren nimmt die „Daimler Kunst Sammlung“ einen herausragenden Stellenwert innerhalb des Engagements für Kunst und Kultur der Daimler AG ein. Als eine der ersten Unternehmenssammlungen in Deutschland wurde die Sammlung 1977 mit dem Ankauf von Gemälden von süddeutschen Künstlern wie Willi Baumeister, Adolf Hölzel oder Oskar Schlemmer ins Leben gerufen.
1986 erlangte sie mit einer Auftragsproduktion erstmals internationale Aufmerksamkeit. Anlässlich des hundertjährigen Jubiläums des Automobils fertigte Andy Warhol im Auftrag der Daimler-Benz AG seine 35-teilige Cars Serie unter dem Motto „Auto – Ikone der Mobilität“.
Mit den Jahren kamen weitere Auftragsarbeiten zum Beispiel von Robert Longo und Simone Westerminster hinzu. Auch das Spektrum der Kunstwerke hat sich erweitert. Heute umfasst die Kunstsammlung der Daimler AG 1.800 Gemälde, Fotografien, Videoarbeiten, Installationen und Skulpturen von über 600 nationalen und internationalen Künstlern.
Über die Jahre hinweg gleich geblieben ist die inhaltliche Ausrichtung der Sammlung. Ihr Schwerpunkt liegt im Bereich einer abstraktkonstruktiven, konzeptuellen und minimalistischen Bildauffassung, sie orientiert sich an den Tendenzen der Kunst des 20. Jahrhunderts.
Von Beginn an war und ist es Anliegen des Konzerns, seine Kunstsammlung den eigenen Mitarbeitern sowie einem breiten öffentlichen Publikum zugänglich zu machen. So sind die Werke in wechselnder Auswahl an verschiedenen Standorten des Konzerns zu sehen. Als Form des Dialogs zwischen dem Unternehmen, seinen Mitarbeitern sowie dem kulturellen Umfeld werden diese Ausstellungen durch Führungen und Künstlergespräche für die Mitarbeiter ergänzt.
Mit dem Ausstellungsraum „Daimler Contemporary“ im Haus Huth am Potsdamer Platz in Berlin entstand 1999 zudem eine ständige Repräsentanz der Kunstsammlung. Hier werden in wechselnden Ausstellungen Neuerwerbungen und Bestände aus der Kunstsammlung der Öffentlichkeit präsentiert. Seit dem Jahr 2003 befindet sich ein Teil der Kunstsammlung auf Welttournee durch große Museen in Europa, Amerika, Südafrika und Asien. Die Ausstellung „From Bauhaus to (Now!)“, die seit August dieses Jahres in der Nationalgalerie MASP in Sao Paulo/Brasilien gezeigt wird, wurde bereits von 80.000 Menschen besucht.
Bestandteil der Welttournee ist ein umfangreiches Bildungsprogramm für Schüler und Studenten der jeweiligen Region, das die jungen Menschen an moderne Kunst heranführen und den Umgang mit ihr schulen soll. Das Programm wurde von Experten ausgearbeitete und umfasst Führungen sowie die Vergabe von altersgerecht gestalteten Büchern über die Werke der Ausstellung.
Die „Daimler Kunst Sammlung“ unter dem Kuratorium von Dr. Renate Wiehager (bis 2000 Hans J. Baumgart) wird im Konzern von der Abteilung Kunstbesitz geführt. Der Bereich ist zugleich auch zuständig für die inhaltliche Betreuung des Art of Scope Japan, einem Förderpreis junger Kunst aus Japan und Deutschland, sowie für den Daimler Award for South African Culture, der seit dem Jahr 2000 vergeben wird. Der Preis soll jungen Kulturschaffenden in Südafrika erste internationale Auftritte ermöglichen.
Welch großen Stellenwert die Kunstförderung im Daimler-Konzern hat, beweisen darüber hinaus eine Reihe von Sponsoringaktivitäten, mit denen kulturelle Veranstaltungen und Institutionen sowie Kunstprojekte und -programme im Umfeld von Unternehmensstandorten unterstützt werden. Stellvertretend seien hier die Ludwigsburger Schlossfestspiele, das Junge Musikpodium, das SWR3 New Pop Festival oder die Frauenkirche Dresden genannt.
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